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Marokko Asilah (Assilah) français |
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Die gut erhaltene Altstadt (arabisch: Medina) wird von einer Stadtmauer umgeben, die noch aus portugiesischer Besatzungszeit stammt. Ferner findet man in der Stadt eine ehemalige portugiesische Kirche und den im maurischen Stil erbauten Palais Er-Raissouli (1909), der heute ein Kulturinstitut beherbergt. Direkt hinter der Stadtmauer am Atlantik befinden sich zwei Badestrände, von denen der eine von (hauptsächlich marokkanischen und spanischen) Touristen, der andere von der einheimischen Bevölkerung besucht wird. Ebenfalls am Meer liegt ein alter Friedhof, dessen Gräber auf den ersten Blick wie normale kleine Häuser aussehen. Es gibt dort auch Heiligengräber (sogenannte Marabut) von marokkanischen Sufis (islamische Mystiker), die noch heute von den Einheimischen besucht werden. Asilah (Wikipedia) Asilah - Situation Die Lage am Meer, Reste der portugiesischen Festung und bunte Fassaden machen den Reiz der kleinen Medina aus. - Unter dem Namen Silis war das Gebiet des heutigen Asilah bereits in der Antike besiedelt, aus punischer und römischer Zeit ist jedoch nichts mehr erhalten. Im 15. Jh. eroberten die Portugiesen die Gegend und benutzten den Hafen von Asilah als Basis für ihre allerdings fruchtlosen Eroberungsbemühungen im südlichen Marokko. Auch die Spanier hatten keinen Erfolg. 1691 gelang es dann Moulay Ismail, die Küstenregion um Asilah endgültig für Marokko zu gewinnen. Zu Beginn des 20. Jh. wurde die Stadt Hauptquartier des berühmt-berüchtigten Stammesführers Raissouli, der sich 1906 zum Pascha von Asila ausrufen liess. Mit Überfällen auf Karawanen und der Entführung eines englischen Journalisten und zweier Amerikaner hielt er die Region in Atem. 1924 geriet er in die Gefangenschaft der Widerstandskämpfer um Abd el-Krim. Alljährlich im August zieht das 1978 ins Leben gerufene Internationale Kulturfestival zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland an. In den 80er-Jahren um weitere Veranstaltungen ergänzt, hat es sich inzwischen zu einer wichtigen Institution entwickelt. Beim Festival treffen sich Schriftsteller aus arabischen und afrikanischen Ländern. Seit 1989 wird alle zwei Jahre der Tchicaya-U-Tam'si-Preis für afrikanische Dichtung verliehen. Inzwischen betrachten viele Autoren Asilah als Hauptstadt der afrikanischen und arabischen Schriftsteller. Das Festival zieht aber auch Architekten und Maler an. So fallen im Stadtbild immer wieder bunte Fassaden auf, die von marokkanischen und ausländischen Künstlern dekoriert wurden. Das kleine Städtchen (19'000 Einwohner) besitzt eine noch recht gut erhaltene, von einer Mauer aus portugiesischer Zeit umgebene Medina. Vom Bab Homar im nördlichen Teil der Stadtmauer führt die Strasse zur Place Ibn Khaldoun, die vom mächtigen Turm einer ehem. portugiesischen Kirche überragt wird. Weiter Richtung Süden, immer der Stadtmauer entlang, erreicht man den prächtigen, im maurischen Stil gehaltenen Palais Er-Raissouli, der 1909 errichtet wurde und heute ein Kulturinstitut beherbergt. Die Räume um den Innenhof sind nach alten marokkanischen Vorbildern reich mit Kacheln, Stuck und bemalten Holzdecken dekoriert. Im August zählt der Palast zu den Veranstaltungsorten des Kulturfestivals. Durch die hübschen Gassen gelangt man von hier aus zum westlichen Ende der Medina. Direkt am Meer liegt ein eindrucksvoller Friedhof mit bunten Gräbern und einem Marabout. www.wissen.de Marabout In Marokko gibt es ein Netzwerk aus Heiligengräberm, sogenannten Marabouts. Diesen Heiligen wird eine besondere Bindung zu Gott nachgesagt, die ihnen Barraka (den Segen Gottes) gibt. Zu einigen Heiligengräbern pilgern die Menschen mit ihren Krankheiten, Leiden und Beschwerden wie z.B. psychische Probleme, Unfruchtbarkeit etc. Auch Eltern von Kindern mit Behinderung besuchen diese Marabouts. Eine von einigen Marokkanern vertretene Erklärung sind zwei Pole. Zum einen ist dort die natürliche Ursache, wie ein genetischer Defekt, und auf der anderen Seite steht die von Europäern als übersinnliche bezeichnete Seite, also von Geistern oder dem bösen Blick verursachte Krankheiten und Leiden. Tchicaya U Tam'si [Zulu, kleines Blatt, das für sein Land spricht] Pseudonym von Gérald-Félix Tchicaya, kongolesischer Schriftsteller, * 25. 8. 1931 Mpili, † 22. 4. 1988 Bazancourt bei Paris; lebte ab 1946 in Paris; schrieb Gedichte (Böses Blut 1955, deutsch 1993; Buschfeuer/Falsches Herz 1957/1960, deutsch 1997) und historische Romane wie Das Geheimnis der Medusen 1982, deutsch 1986. Rundgang Assilah, die einst portugiesische Hafenfestung erinnert uns an das im landesinneren gelegene Chefchouen. Die Phönizier sind die eigentlichen Gründer der Stadt. Nach dem Fall von Karthago wurde es dem Römischen Reich zugestellt. Die Normannen brannten sie nieder und mit der Islamisierung Nordafrikas wurde Asilah arabisch. 1471 von den Portugiesen erobert, kam es zuerst für kurze Zeit unter marokkanische Herrschaft, wurde dann aber spanisch. Ende des 17. Jhd. bekamen die Marokkaner unter Mulay Ismail wieder das sagen. Von 1911 bis zur Unabhängigkeit im Jahre 1956 herrschten wiederum die Spanier. Gegen die zum Meer hin liegenden Mauern der Festung rollen die schäumenden Wogen des Atlantiks. Ausserhalb der Altstadt befindet sich der Fischerhafen, welcher täglich die zahlreichen Fischrestaurants mit frischem Fang beliefert. Weiter Richtung Tanger liegt der flache riesige Sandstrand, wo Kamele zu einem leichten Ritt der Küste entlang einladen. In Assilah selber gibt es ein paar kleinere sehr angenehme Hotels. Beliebt ist die Anmietung einer Ferienwohnung in der Altstadt. Assilah hat zwar einige historische Bauten zu bieten, ist aber vor allem dank des Flairs der Altstadt bekannt. Die Umfassungsmauern der Stadt stammen aus der portugiesischen Zeit. Oben auf dem Tor „Bab al Jebel“ sieht man immer noch das Wappenschild der portugiesischen Könige. Im Innern der Altstadt empfängt den Besucher ein Gewirr von kalkweissen Häusern mit blauen Türen und Fenstern. In den stillen und sauberen Gässchen fühlt man sich Jahre zurückversetzt. Am Hauptplatz erhebt sich der Palast Raisulis. Der Pascha hätte damals die ganze Bevölkerung zum Palastbau herangezogen. Seit 1978 wird jährlich im August ein Kulturfestival ausgetragen. Internationale Stars und Künstler treten jeweils auf. Geht man durch das «Bab el Bahar» wieder in die Neustadt gelingt man automatisch auf den Marktplatz. Hier bieten die Bauern aus der Umgebung ihre Produkte an. Empfehlenswertes Hotel in Asilah Hotel ZELIS ***A 10, Av. Mansour Dahabi (Nähe Kath. Kirche) 039 41 70 69 039 41 70 98 (Fax) Künstler aus Asilah Khalil El Ghrib Seine in Bern ausgestellten, malerischen Arbeiten erinnern mit ihren erfundenen Zeichen an informelle Kompositionen, an automatische Niederschriften, deren Ausführung der Sensibilität der vom Unterbewussten geführten Hand überlassen wird. Die Formen der Bilder werden weitgehend durch die innere Dynamik der Farbe und der Malweise bestimmt, durch die Leichtigkeit der Farbe, durch Tempo und Bewegung, mit der sie auf das Papier gebracht wird, und durch die Wirkung der verschiedenen übereinander gelegten Schichten. Das Ergebnis ist nicht nur eine unerhört lebendige, sensitiv gestaltete Fläche, sondern auch eine Befreiung der in der Farbe ruhenden Kräfte, die in kalligraphischen Symbolzeichen und in freien seelisch-körperlichen Rhythmen ihren Ausdruck findet. weiter... Souhaïl Benazzouz Benazzouz geht in seiner Kunst noch weiter. Er eröffnet eine dritte respektive eine vierte Dimension, denn durch die vielgestaltigen, dialogischen Vernetzungen, Anknüpfungen, Widersprüche, Wiederholungen, Ergänzungen und Auflösungen von Zeichen entsteht ein morphologisches Gebilde, eine Gestalt. Malerei und Zeichnung lösen sich hierbei synergetisch auf. Sie verwandeln sich zu plastischen Körpern, die im freien, grenzenlosen Raum optisch erfahrbar wie auch imaginär spürbar werden. Figürliche Assoziationen tauchen plötzlich in der projizierten Phantasie des Betrachters auf, wie zum Beispiel verschiedenartige Vogelwesen oder Fische, ohne dass sie konkret dargestellt wären. Sein oder nicht sein, das ist die Frage. Und die Antwort? weiter... Hakim Ghaïlan Plein de poésie et de signes, enraciné dans une culture qu’il désire sienne et universelle, près de la terre et emporté par le désir de l’infini, touchant aux deux pôles masculin et féminin, profitant de la riche et profonde iconographie de ses ancêtres, se situant entre les origines et la modernité qu’il introduit avec la force d’un éclair : c’est ainsi que je vois l’univers crée par la peinture et les gravures de Hakim Ghaïlan. weiter... Mokhtar Bakkali In den Fotografien des marokkanischen Künstlers Mohktar Bakkali steht nicht der neue und makellose, der unschuldige und unverdorbene Alltagsgegenstand im Brennpunkt der Aufmerksamkeit. Bakkali sucht respektive untersucht mit dem Auge der Kamera seine Bruchstücke, seine im Laufe der Zeit entstehenden Fragmente, wie zum Beispiel die verrostete Drahtspirale einer Wäscheklammer oder abbröckelnde Farbe auf einer erodierenden Hausmauer. Im Sinne einer Spurensicherung dokumentiert er sensibel verbleibende Details, rückt sie ins Blickfeld und somit ins Zentrum unserer Wahrnehmung. Auf geradezu malerisch-poetische Weise überliefert er Relikte im Prozess ihrer Auflösung, belebt und erweckt er Überbleibsel, die im Alltag der Zerstörung und dem Vergessen anheim gefallen sind. weiter... Youcha Le marchand, préparateur de thé et artiste, ne prête guère attention à ce décor tel quel. Inlassablement, il construit son monde et sa liberté. Il s'appelle Youssef Elkhorib, né à Assilah en 1963. L'année dernière, il a perdu son atelier- bistrot, mais il s'est donné un nom d'artiste : Youcha. Et de surcroît, il a ouvert à deux pas sa propre galerie. Bien entendu, la façade est ornée d'une grande enseigne peinte et l'intérieur est minuscule. Maximum deux personnes y tiennent debout. Quelques toiles sont vaguement accrochées aux murs, les autres mises en rouleaux entassés, serrés, qu'il déplie sans se lasser dès qu'un curieux s'arrête. Il expose aussi ses tableaux sur les façades et les murs d'en face, entre un présentoir de cartes postales et les bricoles du voisin. Il guette l'amateur devant la «Gallery Youcha». weiter... Mostafa El Morabet Mostafa El Morabet ist kein Maler im klassischen Sinne, eher ein malender Zeichner, denn er geht sehr sparsam mit der Farbe um. Seine Bilder sind entweder monochrom gehalten oder auf wenige Farbtöne reduziert. Mit Vorliebe verwendet er neben warmen, erdigen brou de noix Nuancen ein frisches, lichtes Blau, das er gegen die nussbraunen Umrisslinien seiner Bildmotive setzt. Das Blau spiegelt die unendliche Weite von Himmel und Meer. Die Elemente Erde, Luft und Wasser, die El Morabets Lebensumfeld prägen, werden in seinen Werken somit spürbar. Zudem wird die Farbe in unterschiedlicher Konsistenz auf die Bildfläche aufgetragen, einmal deckend und satt, ein anderes Mal lavierend transparent. Es ist gerade ihre taktile Materialität, das heisst ihr Glanz, ihre Stofflichkeit und Tiefe, die den Bildern einen starken sinnlichen Reiz geben. Sie wollen geradezu mit dem Auge berührt werden. weiter... Brahim Jebari Il décida, par dérision, de peindre la façade de sa demeure. Le résultat était surprenant, sans doute la seule des «oeuvres spontanées» auxquelles ce festival nous avait habitués. Les pluies qui la délavèrent étaient pour lui autant de signes de l'inutilité de la couleur. Ses dernières oeuvres étaient très sombres. Néanmoins sur l'une d'elles, qu'il m'offrit avant sa mort, il tint à dessiner une bougie, comme une lueur d'espoir. Lorsqu'il nous quitta, la ville entière prit le deuil. «Tout le monde t'aimait Brahim, et malgré toutes les années passées, nous te pleurons encore.» weiter... Saïd El Karkri Saïd El Karkri hatte 1996 seine erste Ausstellung in Bern; im Ärztehaus Künzi, Weber und Wyss. Es folgte eine Einzelausstellung in der Stadt- und Universitätsbibliothek Bern. Nach einer grossen Einzelausstellung im Jahre 2000 in der Galerie g26.ch ist er dort parmanent mit einigen Arbeiten vertreten. weiter... Younès El Kharraz Younès El Kharraz, peintre marocain, né à Asilah en 1966 où il vit et travaille depuis 1986. Il a suivi des formations à l’Ecole des Beaux-Arts de Tétouan (1986-1990) et à l’école des Beaux-Arts à Angoulème / France (1988-1992). weiter... Abdelkader Melehi Né le 2 mai 1966 à Assilah au Maroc. Il vit aujourd'hui en France. Formation: 1986 à 1988: Ecole Académique des Beaux-Arts de Tétouan 1988 à 1991: Ecole Nationale des Beaux Arts d'Angoulême, France weiter... Anas Bouanani Né en 1975 à Assilah. Professeur d’arts plastiques depuis 1995. Vit et travaille à Assilah et Azemmour. weiter... ![]() ![]() |
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