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Ceuta, arabisch Sebta
Befestigte Hafenstadt an der Nordwestspitze Marokkos, Gibraltar gegenüber, 20 km², 75'300 Einwohner; gehört zur spanischen Provinz Cádiz; Fischfang und -verarbeitung; Tourismus, Schmuggel. 1415 eroberten die Portugiesen Ceuta, 1580 wurde es spanisch.

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    Ceuta

    Ceuta ist eine autonome spanische Exklave an der Mittelmeerküste Afrikas, nahe der Strasse von Gibraltar. Wie Melilla gehört Ceuta politisch zu Spanien, geografisch jedoch zu Afrika. Die Halbinsel ist etwa 18,5 km² gross und liegt ungefähr 21 km von der spanischen Küste entfernt. Die Stadt ist bekannt als Anlaufpunkt für illegale Immigration von Afrikanern in die Europäische Union. Ceuta gehört nicht zum Zollgebiet der Europäischen Gemeinschaft. Die autonome Stadt (seit 1995) Ceuta hat 76'400 Einwohner und war im Jahr 2005 in den Medien präsent wegen des Migrantenproblems an seiner Grenze zu Marokko.

    Geschichte

    Die abwechslungsreiche Geschichte der Stadt Ceuta begann mit den Griechen. Es ist aber nicht gesichert, ob an der Stelle des heutigen Ceuta dauerhafte Siedlungen existierten. Die Griechen nannten den Ort Heptá Adélphia - Sieben Brüder, eine Bezeichnung, die sich auf die sieben Berge der Umgebung bezieht. 319 v. Chr. übernahmen die Karthager die Stadt, nach dem Zweiten Punischen Krieg wurde Ceuta als Septem Fratres (Sieben Brüder) römisch, und die Einwohner erhielten das römische Bürgerrecht. Der heutige Name leitet sich vermutlich vom römischen Namen ab. Die strategische und wirtschaftliche Bedeutung Ceutas wuchs, und sie wurde neben dem konkurrierenden Tanger zur bedeutendsten Stadt der römischen Provinz Mauretania Tingitana.

    429 eroberten die Vandalen die Stadt, 534 fiel sie wieder an das Byzantinische Reich als Nachfolger des Römischen Reiches, um dann 616 von den Westgoten erobert zu werden. Im Jahr 709 nahmen schliesslich die Araber die Stadt ein, zwei Jahre, bevor sie auf die spanische Halbinsel zogen und diese für Jahrhunderte besetzten. Von 1415 - 1580 war Ceuta unter portugiesischer Herrschaft - 1415 wurde die Stadt von König Johann I. für Portugal während der Reconquista erobert. Danach folgte ab 1580 Spanien und ist bis in unsere Zeit Besitzer dieses Territoriums geblieben. 1668 wurde Ceuta als Ergebnis des Restaurationskrieges im Frieden von Lissabon von Portugal an Spanien abgetreten.

    Nach der Unabhängigkeit Marokkos (1956) wurde Ceuta ein Souveräner Ort (Plaza de soberanía), der direkt der spanischen Regierung unterstellt war. Ceuta ist seit 1995 eine Autonome Stadt (Ciudades autónomas) und geniesst ähnliche Rechte wie die autonomen Gemeinschaften. Sinngemäss das gleiche gilt für Melilla und die drei unbewohnten Plazas de soberanía. Sie alle unterstehen direkt der spanischen Regierung. Weiterhin umstritten ist die Zugehörigkeit der Isla de Perejil, die etwa 5 Kilometer nordwestlich von Ceuta vor der marokkanischen Mittelmeerküste liegt.

    www.marokkoinformationen.de



    Ceuta

    Spanische Enklave in Nordafrika. Vom Monte Hacho aus geniesst man einen einmaligen Blick auf die europäische Küste und Gibraltar.

    Das Gebiet an der östlichen Zufahrt zur Strasse von Gibraltar war schon früh besiedelt, vor der römischen Zeit befand sich hier vermutlich bereits ein karthagischer Stützpunkt. Der Name Ceuta, arabisch Sebta, stammt von der Bezeichnung Septem Fratres, 'sieben Brüder'. So nannten die Römer die sieben Hügel des im Westen angrenzenden Djebel Moussa.

    Wie Tanger war Sebta im 10. Jh. in die Kämpfe zwischen den Omayyaden von Cordoba und den ostmaghrebinischen Fatimiden verwickelt. In der Folgezeit musste die Stadt immer wieder Fremdherrschaft hinnehmen, unterbrochen von nur kurzen Phasen der Unabhängigkeit. 1415 wurde Sebta von den Portugiesen erobert und ging 1580 in spanischen Besitz über. Trotz der Bestrebungen Marokkos, dieses Gebiet zurückzugewinnen, blieb die 19 km2 grosse Enklave bis heute spanisch und stellt zusammen mit Melilla einen Zankapfel zwischen Spanien und Marokko dar.

    Die Stadt Ceuta (70'000 Einw.) hat längst spanischen Charakter angenommen, Monumente der marokkanischen Vergangenheit, hauptsächlich aus der Merinidenzeit, sind restlos verschwunden. An die Stelle alter Moscheen traten die Kirche Nuestra Señora de Africa und die Kathedrale, beide errichtet im 18. Jh. Wer an der vorspanischen Zeit interessiert ist, findet im Museo Municipal de Arqueología (Jardines de la República Argentina, westlich der Plaza de África, tgl. ausser Mo 9-13 und 16-18 Uhr, So und Fei 10-14 Uhr) Exponate von der Vorgeschichte bis zum Mittelalter.

    Über die südliche Uferstrasse Recinto Sur erreicht man den 200 m hohen Monte Hacho, von dem sich ein herrlicher Blick über die marokkanische Küste (Cabo Negro) und das Rifgebirge im Süden eröffnet. Im Norden steht jenseits der Meerenge der ehemals Mons Calpe genannte Felsen, der nun den Namen des ersten islamischen Eroberers auf dem europäischen Kontinent trägt: Djebel Tariq, Gibraltar.

    Quelle: www.wissen.de




    Ceuta (Sebta). Photo:www.ramontarrio.com
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