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Die schönste Stadt im Rif liegt auf 600 m Höhe am Fuss des steil aufragenden Djebel ech-Chaouen. - Nur 60 km von Tetouan entfernt, nach einer Fahrt durch die reizvolle Berglandschaft des Rif, öffnet sich der Blick auf eine weitere arabisch-andalusische Siedlung.

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  • Chefchaouen - Geschichte
  • Chefchaouen - Besichtigung
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    Chefchaouen - Geschichte

    1471 von dem Fürsten Moulay Ali Ben Rachid als Stützpunkt gegen die spanischen Niederlassungen Ceuta und Ksar es-Seghir gegründet, entwickelte sich Chefchaouen nach dem Fall von Granada 1492 zum Zufluchtsort für muslimische Flüchtlinge aus Al-Andalus. Schon bald beherrschte die kurz Chaouen genannte Stadt die Handelsroute zwischen Tetouan und Fes und gelangte zu Wohlstand.

    Bis 1920 blieb das Gebirgsstädtchen für Nichtmuslime gesperrt. In dem Jahr gelang den Spaniern erstmals die Eroberung, doch schon bald jagten ihnen die aufständischen Rifkabylen unter Abd el-Krim die Stadt wieder ab. Nach mehrfachen erfolglosen Angriffen setzten sich die Europäer 1926 erneut fest. Während der spanischen Besatzung wurde die Neustadt angelegt, die sich um die heutige Place Mohammed V strahlenförmig ausbreitet.

    Erst die marokkanische Unabhängigkeit 1956 beendete das spanische Intermezzo im Rif. Heute zählt die kleine Provinzhauptstadt mit ca. 30'000 Einwohnern zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Nordmarokkos.

    Quelle: www.wissen.de



    Chefchaouen - Besichtigung

    Die gut erhaltene Medina mit ihren verwinkelten Gassen ist ein Kleinod unter den andalusisch-arabischen Städten Nordmarokkos. Von der östlich der Altstadt gelegenen Strasse und dem über einen Pfad zu erklimmenden Hügel hat man einen unvergesslichen Blick auf die Stadt mit ihren weissblau gestrichenen Häusern.

    Von der Place Mohammed V. kommend, betritt man die noch vollständig von einer Mauer umgebene Medina durch das Bab el-Ain. Zentraler Platz ist die Place Outa el-Hammam. Bei einem Pfefferminztee in einem der Cafés oder Restaurants kann man das quirlige Treiben der Altstadt auf sich wirken lassen. An der südöstlichen Ecke des Platzes ragt die eindrucksvolle, noch unter Stadtgründer Moulay Ali Ben Rachid errichtete Grande Mosquée empor. Sie besitzt ein kunstvoll verziertes achteckiges Minarett.

    In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich der Eingang zur Kasbah des Moulay Ismail (17. Jh.). In einem Teil dieser alten Festung ist ein Volkskundemuseum eingerichtet: Frauen- und Männertrachten der Region, Schmuck, Keramik, Brautsänften, gestickte Textilien, Waffen und Musikinstrumente dokumentieren arabisch-andalusische Kultur. Von der Terrasse des Museums aus kann man den Blick über die Altstadt geniessen.

    Ebenfalls zu besichtigen ist das ehem. Gefängnis, in dem während des Protektorats Widerstandskämpfer eingesperrt waren. In einem der Räume finden Kunstausstellungen statt. Werke einheimischer Künstler werden zum Kauf angeboten. Die Zaouia des Stadtgründers Moulay Ali Ben Rachid erhebt sich am westlichen Medinaeingang gegenüber der Hauptpost.

    Ausserhalb der Stadtmauer liegt in schöner Umgebung die Quelle Ras el-Ma, die ganzjährig Wasser führt.

    Quelle: www.wissen.de


    Chefchaouen
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