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Marokko El-Jadida |
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Die Cité Portugaise und die gut erhaltene Zisterne machen El-Jadida zu einer der sehenswertesten Städte der Westküste. Welterbestätte UNESCO seit 2004.
1502 errichteten die Portugiesen beim heutigen El-Jadida eine erste Festung - vermutlich am Ort des phönizisch-karthagischen Rusibis, dessen genaue Lage unbekannt ist. Die Siedlung Mazagão entwickelte sich in den folgenden Jahren zur wichtigsten portugiesischen Niederlassung am Atlantik. Aus den Ruinen der während der marokkanischen Rückeroberung 1769 zerstörten Stadt erstand 1815 El-Jadida, die Neue. Nur sechs Jahre später wurden Juden aus dem nahe gelegenen Azemmour hier angesiedelt. Während des französischen Protektorats stieg der modernisierte Hafen zu einem bedeutenden Handelsplatz auf. Mit der Gründung des 17 km südlich am Cap Blanc gelegenen Hafens von Jorf Lasfar erfuhr die Stadt in den 80er-Jahren des 20. Jh. einen neuerlichen wirtschaftlichen Aufschwung. Heute ist El-Jadida Provinzhauptstadt mit 130'000 Einwohnern. Die sehenswerte Medina von El-Jadida wird vollständig von einer begehbaren Stadtmauer umgeben. Ein Rundgang führt vom Eingangstor über die vier Bastionen um die gesamte, in portugiesischer Zeit angelegte und im 19. Jh. erneuerte Festung herum. Obwohl grosse Teile der Cité Portugaise im Zuge der arabischen Eroberung zerstört wurden, sind vereinzelt noch weiss gekalkte Gebäude im typisch portugiesischen Stil zu entdecken, ebenso wie die alten, nicht mehr genutzten Kirchen. Hinter dem Eingangstor der Stadtmauer führt die Hauptstrasse Rue Mohammed el-Hachmi Bahbah an einem grossen Minarett vorbei. Hier wurde ein ehem. portugiesischer Wachturm zum Symbol des 'Sieges des Islam' und mit dem in Marokko üblichen quadratischen Türmchen gekrönt. Ebenfalls an der Hauptstrasse liegt die erst 1917 wieder entdeckte Citerne Portugaise (tgl. 8-12 und 14-18 Uhr). Die im 16. Jh. angelegte unterirdische Zisterne mit den Ausmassen 33 x 34 m diente den Portugiesen erst als Warenlager, später als Wasserspeicher. Einfallendes Licht sorgt dafür, dass sich die mächtigen Pfeiler und das spätgotische Kreuzrippengewölbe stimmungsvoll im Wasser spiegeln. Quelle: www.wissen.de Links Agadir Agdz Aït Ben Haddou Al-Hoceima Asilah Azrou Beni Mellal Boumalne und Dades-Schlucht Casablanca Ceuta Chefchaouen El-Jadida El-Kelaa-Mgouna Er-Rachidia Erfoud und Erg Chebbi Essaouira Fes Guelmim Ifrane Kasbah Tadla Laayoune Larache Marrakesch Meknes Melilla Midelt Moulay Idriss Oujda Ouarzazate Ouezzane Rabat und Salé Rissani und Sijilmassa Safi Skoura Tafraoute und Umgebung Tamegroute Tan-Tan Tanger Tarfaya Taroudannt Taza Telouet Tetouan Tineghir und Todgha-Schlucht Tinmal Tiznit Volubilis Zagora UNESCO Welterbestätten in Marokko Die Liste des Welterbes (Stand Juni 2002) umfasst insgesamt 730 Kultur- und Naturstätten in 125 Ländern. Sie stehen unter dem Schutz der Internationalen Konvention für das Kultur- und Naturerbe der Menschheit. Die 1972 von der UNESCO verabschiedete Konvention ist das international bedeutendste Instrument, um Kultur- und Naturstätten, die einen aussergewöhnlichen universellen Wert besitzen, zu erhalten. Denkmäler werden nur dann in die Liste des Welterbes aufgenommen, wenn sie die in der Konvention festgelegten Kriterien der Einzigartigkeit und der Authentizität (bei Kulturstätten) bzw. der Integrität (bei Naturstätten) erfüllen und wenn ein überzeugender Erhaltungsplan vorliegt. weiter... g26.ch PLATTFORM FÜR KUNST KULTUR UND GESELLSCHAFT |