Marokko
Erfoud und Erg Chebbi
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Vom Zentrum des Tafilalet aus kann man einen Abstecher in die Wüste zu den höchsten Sanddünen Marokkos wagen.

Erfoud, 1917 als französischer Militärstützpunkt gegründet, liegt auf etwa 800 m Höhe am gleichnamigen Berg. Der kleine Marktort ist Zentrum des Tafilalet, der grössten Taloase des Landes. Seine etwa 19'000 Einwohner leben von der Landwirtschaft. Erfoud ist umgeben von Tausenden von Dattelpalmen und etlichen Ksour. Von hier aus kann man schöne Ausflüge in die Oase machen, aber auch in die Wüste zum Erg Chebbi. Ein ansprechendes Hotelangebot ermöglicht einen erholsamen Aufenthalt. Grösste Attraktion der Stadt ist das jährlich an einem der letzten Oktoberwochenenden stattfindende Dattelfest.

Erg Chebbi

53 km südöstlich von Erfoud erstrecken sich bei der kleinen Oase Merzouga die grössten und höchsten Sanddünen Marokkos. Zweimal am Tag, kurz vor Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, machen sich Karawanen von Touristen in Geländewagen auf den Weg in die Sahara, um die scheinbar endlose Wüste zu erleben. Nur das erste Teilstück der Strecke nach Merzouga ist geteert. Das weitaus grössere Stück muss auf einer Piste zurückgelegt werden, die für normale Pkws nicht geeignet ist. Geländegängige Autos mit Fahrern können im Hotel Salam gemietet werden.

Am Rand von Erg Chebbi hat man sich inzwischen auf den täglichen Touristenansturm eingestellt, es gibt Restaurants und ein paar einfachere Hotels. Wer etwas Zeit mitbringt, sollte übernachten, denn es ist ein Erlebnis, die Dünen, die teilweise eine Höhe von bis zu 100 m erreichen, bei unterschiedlichem Tageslicht zu betrachten. Der Kontrast zwischen der dunklen Farbe der Steinwüste und dem Ockerrosa der Sandhügel ist am späten Nachmittag besonders faszinierend. Einsamkeit kann man hier allerdings kaum geniessen, denn selbst bei längeren Wanderungen wird man meist von Jungen aus Merzouga begleitet, die die Touristen führen wollen. Nach Osten reicht der Blick bis nach Algerien.

Quelle: www.wissen.de



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UNESCO Welterbestätten in Marokko
Die Liste des Welterbes (Stand Juni 2002) umfasst insgesamt 730 Kultur- und Naturstätten in 125 Ländern. Sie stehen unter dem Schutz der Internationalen Konvention für das Kultur- und Naturerbe der Menschheit. Die 1972 von der UNESCO verabschiedete Konvention ist das international bedeutendste Instrument, um Kultur- und Naturstätten, die einen aussergewöhnlichen universellen Wert besitzen, zu erhalten. Denkmäler werden nur dann in die Liste des Welterbes aufgenommen, wenn sie die in der Konvention festgelegten Kriterien der Einzigartigkeit und der Authentizität (bei Kulturstätten) bzw. der Integrität (bei Naturstätten) erfüllen und wenn ein überzeugender Erhaltungsplan vorliegt.
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