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Der ehemals grösste Kamelmarkt der Region zieht im Zeitalter der Geländewagen mehr Touristen als Kamele an.

Guelmim, die am Nordrand der Westsahara gelegene, in den letzten Jahren auf 75'000 Einwohner angewachsene Wüstenstadt, war bis ins 19. Jh. eine bedeutende Station des Transsahara-Handels. Heute ist das Tor zur Westsahara zumindest noch von regionaler Bedeutung für den Handel mit den Städten der sich südlich anschliessenden, marokkanisch besetzten Wüstenregion.

Während der Blütezeit Guelmims fand hier einer der grössten Kamelmärkte Afrikas statt. Heute lebt der Ort fast ausschliesslich von den Touristen, die samstags aus Agadir anreisen. Der Transsahara-Handel allerdings wird schon lange nicht mehr per Kamel abgewickelt. Und die Reguibat-Berber, nach ihren indigogefärbten Gewändern auch die Blauen Männer genannt, waren einst wegen ihrer Überfälle auf die Karawanen gefürchtet, sind aber inzwischen grösstenteils sesshaft.

60 km von Guelmim entfernt liegt der schöne weisse Sandstrand La Plage Blanche. Er ist über eine nur teilweise geteerte Strasse zu erreichen.

Quelle: www.wissen.de



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UNESCO Welterbestätten in Marokko
Die Liste des Welterbes (Stand Juni 2002) umfasst insgesamt 730 Kultur- und Naturstätten in 125 Ländern. Sie stehen unter dem Schutz der Internationalen Konvention für das Kultur- und Naturerbe der Menschheit. Die 1972 von der UNESCO verabschiedete Konvention ist das international bedeutendste Instrument, um Kultur- und Naturstätten, die einen aussergewöhnlichen universellen Wert besitzen, zu erhalten. Denkmäler werden nur dann in die Liste des Welterbes aufgenommen, wenn sie die in der Konvention festgelegten Kriterien der Einzigartigkeit und der Authentizität (bei Kulturstätten) bzw. der Integrität (bei Naturstätten) erfüllen und wenn ein überzeugender Erhaltungsplan vorliegt.
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