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Larache, arabisch Al-Araisch, El-Araisch Hafenstadt im Nordwesten Marokkos, am Atlantik, 109'100 Einwohner; Verwaltungssitz der gleichnamigen Provinz in der Region Tanger-Tétouan; Konservatorium; Fischereihafen mit Fischkonservenfabriken; Ausfuhr von Kork, Wolle, Bohnen und Zitrusfrüchten. – Alte spanische Festung. lexikon.meyers.de Larache Mittelalterliche Medina in Larache, römische Ruinen in Lixus. Die Stadt Larache an der Mündung des Oued Loukos wurde vom Stamm der Beni Arus, der im 7. Jh. aus Arabien einwanderte, unweit des antiken Lixus gegründet. Der spanischen Besetzung Ende des 15. Jh. folgte die Eroberung durch Ouattasiden-Sultan Mohammed es-Said esch-Scheikh. In den folgenden Jahrhunderten diente Larache den Korsaren als Stützpunkt. Ein zweites spanisches Intermezzo im 17. Jh. beendete Moulay Ismail. Die Untaten der Korsaren nahmen solche Ausmasse an, dass die Stadt von den Franzosen (1765) und den Österreichern (1829) angegriffen wurde. Im 19. Jh. spielte Larache eine wichtige Rolle als Ausfuhrhafen für Meknes und Fes. Heute ist die 70'000 Einwohner zählende Stadt der grösste Hafen der Region und zudem bedeutender Marktort (grosser Souk am Sonntag). Die zentrale Place de la Libération ist Schnittpunkt zwischen Neu- und Altstadt. Angrenzend an den belebten Platz bildet das ockergelbe Bab el-Khamis (Donnerstagtor) den Eingang zur noch vollständig von einer Stadtmauer umgebenen Medina. Durchschreitet man das Tor, steht man auf dem Socco de la Alcaiceria, dem lang gestreckten, von Arkaden umgebenen Souk der Stoffhändler. Am anderen Ende des Platzes beginnt hinter dem Bab el-Kasbah das Burgviertel. Vorbei an der im 15. Jh. errichteten Moschee Souika sowie alten Häusern und Fondouks führt die Rue Moulay el-Mehdi zu den restaurierten Festungsanlagen. Das Castillo de las Cigueñas (Storchenburg), eine spanische Gründung, ist ein interessantes Beispiel für die Festungsarchitektur des 17. Jh. In einigen Räumen ist ein kleines Musée Archéologique (tgl. 9-12 und 15-17.30 Uhr) untergebracht, das die allerdings nur spärlichen Funde aus dem römischen Lixus ausstellt. Die wenigen Touristen, die sich nach Larache verirren, finden in der Altstadt eine Oase der Ruhe. Die Richtung Meer verlaufenden Gassen mit ihren weiss getünchten Häusern laden zu einem Spaziergang ein. Ausflug 5 km von Larache entfernt an der Hauptstrasse N1 Richtung Tanger erheben sich die Mitte des 19. Jh. wieder entdeckten Ruinen der antiken Stadt Lixus. Die ehem. punische Siedlung, die älteste phönizische Stadtgründung Marokkos, entwickelte sich unter römischer Herrschaft zu einem wichtigen regionalen Zentrum. Auf dem Hügel liegen die Überreste der ältesten Siedlung (manche Blöcke stammen noch aus punischer Zeit), während die Ruinen unterhalb der Akropolisüberwiegend aus nachchristlicher Zeit datieren. Die dürftigen Überreste von Stadtmauer, Theater und einigen Villen mit Mosaikresten verlangen vom Besucher eine Portion Vorstellungskraft, will er sich das Leben in der antiken Stadt vergegenwärtigen. Die Mauerreste im südlichen Teil der Anlage (an der Strasse N1) stammen von grossen Werkstätten für die Fischverarbeitung und die Produktion von Garum, einer Art Fischsauce, die im Altertum sehr beliebt war. Quelle: www.wissen.de
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