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Architektonische Überreste aus der Portugiesenzeit und ein malerisches Töpferviertel.

Mitte des 15. Jh. gründeten die Portugiesen eine Handelsniederlassung als Zwischenstation auf ihrem Weg nach Schwarzafrika. Aufgrund wiederholter Berberangriffe in der ersten Hälfte des 16. Jh. gaben sie den Ort jedoch schon bald wieder auf. Als Handelsstadt war Safi weiterhin von Bedeutung, im 17. Jh. bestanden rege Kontakte nach Europa. Heute ist Safi (270'000 Einw.) nach Casablanca der wichtigste Hafen und Industriestandort Marokkos.

Ausserhalb der Altstadtmauern, westlich der Place de l'Indépendance, entstand im 16. Jh. die portugiesische Festung Dar el-Bahar (Meeresschloss). Vom südlichen Turm der Festungsanlage bietet sich ein schöner Altstadtblick.

Im Zentrum von Safi hat sich die kleine sehenswerte Altstadt gegen die modernen Stadtviertel und Fabrikgebäude behaupten können. Am nördlichen Ende der am Meer gelegenen Place de l'Indépendance befindet sich der Eingang zu dieser in portugiesischer Zeit errichteten Medina. Das Bab Chaâba lädt zu einem Bummel durch die teilweise überwölbten Gassen ein. Über die Rue du Souk erreicht man die Grande Mosquée, die sich an der Stelle der alten portugiesischen Kathedrale aus dem 16. Jh. erhebt. Im Süden blieb der Chor des christlichen Sakralbaus erhalten, die Chapelle Portugaise. Am östlichen Rand der Altstadt liegt die ebenfalls aus portugiesischer Zeit stammende, imposante Festung Borj ed-Dar, 'Festung der Residenz', die auch Kechla genannt wird. Innerhalb der starken Mauern befinden sich eine kleine Moschee und der Palast Dar el-Makhzen. Von einer Terrasse ergibt sich ein schöner Blick auf die Altstadt. Verlässt man die Medina durch das Bab Chaâba, hat man es nicht weit zu der kleinen Anhöhe, auf der das Töpferviertel liegt. Hier kann man den Handwerkern beim Formen und Brennen zuschauen. Die Töpferwaren werden hier wesentlich günstiger und in einer grösseren Auswahl angeboten als im übrigen Land. Neben Gebrauchskeramik stellt man hier auch die grünen Dachziegel her, die Moscheen, Medersen und Königspaläste decken.

Quelle: www.wissen.de



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UNESCO Welterbestätten in Marokko
Die Liste des Welterbes (Stand Juni 2002) umfasst insgesamt 730 Kultur- und Naturstätten in 125 Ländern. Sie stehen unter dem Schutz der Internationalen Konvention für das Kultur- und Naturerbe der Menschheit. Die 1972 von der UNESCO verabschiedete Konvention ist das international bedeutendste Instrument, um Kultur- und Naturstätten, die einen aussergewöhnlichen universellen Wert besitzen, zu erhalten. Denkmäler werden nur dann in die Liste des Welterbes aufgenommen, wenn sie die in der Konvention festgelegten Kriterien der Einzigartigkeit und der Authentizität (bei Kulturstätten) bzw. der Integrität (bei Naturstätten) erfüllen und wenn ein überzeugender Erhaltungsplan vorliegt.
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