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Schöne Lage auf zwei unterschiedlich hohen Plateaus zwischen dem Rifgebirge und dem Mittleren Atlas.

Das von Meknassa-Berbern um 700 zwischen den beiden Gebirgszügen des Rif und des Mittleren Atlas an den wichtigen Verbindungsstrassen zwischen dem östlichen und dem westlichen Marokko gegründete Taza entwickelte sich in der Folge zu einem heiss umkämpften Ort. Von den Almoraviden und später von den Almohaden erobert, diente die Stadt letzteren vor der Eroberung von Marrakesch kurzzeitig als Residenz. Der im 15. Jh. einsetzende Niedergang konnte in alaouitischer Zeit aufgehalten werden. Moulay Ismail nutzte die neu entstandene Festung als Schutzschild gegen die Türken von Algier. 1902 liess sich der ehem. hohe Beamte Bou Hamara in Taza zum Gegensultan ausrufen, wurde aber nach blutigen Kämpfen 1909 festgenommen und hingerichtet. Ab 1914 war Taza von den Franzosen besetzt. Heute ist die Provinzhauptstadt (130'000 Einw.) Garnisonsort und Handelszentrum zugleich. Am Montag und Donnerstag findet der grosse Markt statt.

Die Neustadt von Taza (Taza Ville) erstreckt sich auf einem etwa 450 m hohen Plateau um die Place de l'Indépendance. Die Medina (Taza Haut) liegt auf einem zweiten, etwas höheren Plateau und ist über die Avenue Moulay Youssouf zu erreichen.

Man betritt die Altstadt durch das südliche Bab el-Ghebor, ein Überbleibsel der alten Stadtmauer aus dem 12. Jh. Der Festungsturm Bestioun stammt aus dem 16. Jh. Nördlich der Burg liegt die Höhle Kifan el-Ghomari, in der zu Beginn des 20. Jh. menschliche Skelette aus dem Paläolithikum entdeckt wurden. Vom Bab el-Ghebor aus führen die Strassen zur Place el-Aharrasch, durch verwinkelte Gassen gelangt man weiter zur Mosquée des Andalous, deren Minarett aus der Zeit der Almohaden (12. Jh.) stammt. Nördlich davon befindet sich eine merinidische Medersa (14. Jh.) mit sehenswertem Innenhof und Gebetsraum. In der Koranschule ist heute ein Volkskundemuseum untergebracht. Nach einem Gang durch die Souks (u. a. werden hier schöne Teppiche der Beni-Ouarain-Sippe angeboten) gelangt man zur Djamia es-Souk. Die Moschee besitzt ein aussergewöhnliches Minarett, dessen Aufbau breiter ist als die Basis. Im nördlichen Teil der Medina liegt die aus dem 12. Jh. stammende Grande Mosquée. Hinter der Moschee erhob sich einst der im 17. Jh. errichtete Sultanspalast, an den heute nur noch ein Trümmerfeld erinnert. Vom nördlichen Bab er-Rih aus hat man einen schönen Blick über die Gärten und die Neustadt.

Quelle: www.wissen.de



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UNESCO Welterbestätten in Marokko
Die Liste des Welterbes (Stand Juni 2002) umfasst insgesamt 730 Kultur- und Naturstätten in 125 Ländern. Sie stehen unter dem Schutz der Internationalen Konvention für das Kultur- und Naturerbe der Menschheit. Die 1972 von der UNESCO verabschiedete Konvention ist das international bedeutendste Instrument, um Kultur- und Naturstätten, die einen aussergewöhnlichen universellen Wert besitzen, zu erhalten. Denkmäler werden nur dann in die Liste des Welterbes aufgenommen, wenn sie die in der Konvention festgelegten Kriterien der Einzigartigkeit und der Authentizität (bei Kulturstätten) bzw. der Integrität (bei Naturstätten) erfüllen und wenn ein überzeugender Erhaltungsplan vorliegt.
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