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Tétouan ist eine Stadt in Marokko mit 367'400 Einwohnern (Stand 1. Januar 2005), 90 Meter über dem Meeresspiegel, auf einem Plateau, das zum Djebel Dersa gehört, im Norden und Süden von den Rifbergen umgeben, in unmittelbarer Nähe zum Mittelmeer. Es ist Handelszentrum für das westliche Rifgebirge mit Tourismus, Fischfang, Textil-, Zigaretten- und Elektroindustrie sowie Olivenanbau in der Umgebung der Stadt. Die Stadt ist auch als «Die weisse Taube» bekannt (französisch: La colombe blanche).

Tétouan (Wikipedia)



  • Tetouan
  • Fussballschule in Tetuán
  • UNESCO Welterbestätte: Medina von Tétouan
  • Photos



    Tetouan

    Malerisch an den nordwestlichen Ausläufern des Rifgebirges gelegene weisse Stadt.

    Die heute 480'000 Einwohner zählende Provinzhauptstadt, im Volksmund Hammam el-Beida, 'die weisse Taube', genannt, besitzt spanisch-maurischen Charakter wie keine zweite marokkanische Stadt. Erst liessen sich hier Einwanderer aus Al-Andalus nieder, später, während der Protektoratszeit, war Tetouan bis zur Unabhängigkeit Marokkos Verwaltungszentrum des spanischen Gebietes. Das hat sich auf das Stadtbild ausgewirkt.

    Geschichte

    Etwa 5 km nördlich des antiken Tamuda oppidum wurde Tetouan im frühen Mittelalter gegründet. Im 13. Jh. legten die Meriniden eine Kasbah an, die Sultan Abou Thabit 100 Jahre später gegen Angriffe des benachbarten Ceuta ausbaute. Tetouan entwickelte sich zum Seeräubernest und erlangte rasch wirtschaftlichen Aufschwung. Die andauernde Gefährdung der Seewege veranlasste jedoch König Heinrich III. von Kastilien, 1399 die Stadt anzugreifen und zu zerstören. Teile der Bevölkerung wurden nach Spanien verschleppt. Die spanische Reconquista vertrieb im 16. Jh. zahlreiche Juden und Muslime aus Andalusien, einige von ihnen liessen sich in Tetouan nieder und brachten es mit Hilfe von Piraterie zu neuerlichem Wohlstand. Unter Moulay Ismail (1672-1727) erlebte die Stadt dann dank ausgedehnter Handelsbeziehungen zu Europa ihre grösste Zeit. Im 19. Jh. besetzten die Spanier Tetouan gleich zweimal und machten es 1913 zur Hauptstadt des spanischen Protektorats, das bis 1956 Bestand hatte.

    Besichtigung

    Von Tanger kommend, sollte man an der Abzweigung nach Tetouan einen kurzen Halt einlegen. Bei klarem Wetter macht der Anblick der malerisch an den nordwestlichen Ausläufern des Rifgebirges gelegenen 'weissen Taube' Lust auf eine ausgiebige Stadterkundung.

    Über die Zufahrtsstrasse gelangt man auf direktem Weg ins Zentrum. An der belebten Place Hassan II. laden zahlreiche Restaurants und Cafés zu einer Erfrischung ein. An der Ostseite des Platzes, an die Medina grenzend, erhebt sich der im 17. Jh. unter Moulay Ismail errichtete Königspalast Dar el-Makhzen. Wenn der König in Tetouan weilt, nächtigt er in dem prächtigen, im spanisch-maurischen Stil gehaltenen Palast. Eine Besichtigung ist nicht möglich.

    Die Place Hassan II. ist Ausgangspunkt für Unternehmungen in alle Himmelsrichtungen. An der südlichen Begrenzung des Platzes befindet sich der Zugang zur Mellah, dem jüdischen Viertel. 1492, nach dem Fall Granadas, liessen sich viele aus Spanien geflohene Juden hier nieder. Die Mellah in ihrer heutigen Form stammt jedoch im Wesentlichen aus dem 19. Jh. Bei einem Spaziergang durch die andalusisch geprägten Gassen fällt auf, dass die Wohnhäuser im Gegensatz zu den stets nach innen gekehrten Häusern arabischer Viertel auch auf der Strassenseite grosse Balkone sowie vergitterte Fenster und Erker besitzen. Die Synagogen der Mellah, die Grosse Synagoge, die Synagoge Hayn Abdurhan und die Synagoge Benhuali, stehen auch andersgläubigen Besuchern offen.

    Durch das Bab er-Rouah (Tor der Winde) an der südöstlichen Ecke der Place Hassan II. gelangt man in den islamischen Teil der Medina, die zeitgleich mit der Mellah von Flüchtlingen aus Al-Andalus gegründet wurde. Aufgrund ihres guten Erhaltungszustands zählt sie zu den schönsten Altstädten Nordmarokkos, wenngleich ihr herausragende Sehenswürdigkeiten fehlen. Dafür warten die Gassen mit einigen malerischen Märkten auf, dem Souk el-Houts, dem Fisch- und Lebensmittelmarkt, und dem Gharsa el-Kebira, dem ehem. Stoffmarkt, auf dem heute Trödelhändler ein vielfältiges Warenangebot offerieren. Ihre kleinen Werkstätten sind zumeist direkt neben den Verkaufsläden untergebracht. Die Frauen aus dem Rif sind mit ihrer traditionellen Kleidung, hell gestreiften Gewändern und riesigen Strohhüten, zwar eine Attraktion für Touristen, doch ist beim Fotografieren immer Zurückhaltung angebracht, die Berber-Frauen selbst verstehen sich nicht als Fotomodelle.

    Die kleine, mit Blumen geschmückte Place Ouassa zählt zu den schönsten Plätzen der Medina. Der Brunnen in der Mitte ist mit Kacheln verkleidet. Von hier aus ist es nicht weit zur östlich gelegenen Grande Mosquée aus dem 18. Jh., zur benachbarten Karawanserei, dem Fondouk Najjar und zur Zaouia Nsiria aus dem 17. Jh. In südlicher Richtung erreicht man das Bab Okla, in dessen Nachbarschaft, in einer ehem. Bastei der Stadtmauer, das Musée d'Art Marocain untergebracht ist (tgl. ausser Di und So 9-12 und 14-18 Uhr). Das Museum beherbergt eine reiche Sammlung von kunsthandwerklichen Gegenständen aus Nordmarokko, insbesondere der Rifregion - Möbel, Kleidung, Musikinstrumente. Ebenfalls am Bab Okla beheimatet ist die 1925 gegründete Kunsthandwerksschule Ecole des Métiers et d'Arts Traditionnels mit Werkstätten und einer Verkaufsausstellung, die äusserst günstige Preise bietet. Hier kann man sich über die Herstellung traditionellen und modernen Kunsthandwerks informieren.

    Westlich der Place Hassan II., an der Place Aljala, befindet sich das Musée Archéologique (tgl. ausser Di und So 9-12 und 14.30-17.30 Uhr). Die Sammlung bewahrt regionale Exponate aus prähistorischer sowie punischer und römischer Zeit. Eine umfangreiche Bibliothek ist dem Museum angeschlossen. Die benachbarte Hauptachse der Neustadt, Avenue Mohammed V. , bildet zusammen mit den angrenzenden Strassen und der Place Moulay el-Mehdi das moderne Geschäftszentrum. In der Umgebung befinden sich zahlreiche Hotels und Restaurants.

    Quelle: www.wissen.de



    Fussballschule in Tetuán

    Enrique Cerezo verkündet die Eröffnung der Fussballschule in Tetuán!

    Nach viel Vorbereitung und etlichen Stunden Arbeit der Organisation kleinster Details, ist der grosse Moment gekommen und der Traum der Eröffnung des neuen Tetuán Sportgeländes wahr geworden. Die Ankunft von Enrique Cerezo in Marokko wurde mit der Erwartung verbunden, einen Menschen zu erwarten, der einen grossen Verein vertretet. Sein offizieller Besuch löste enorme Begeisterung, sowohl bei den Behörden, als auch bei den Einwohnern aus, da die Marokkaner das grosse Interesse, welches ihnen Atlético entgegegebracht hat, wahrgenommen haben und sie revanchierten sich, indem sie den Besuchern die Begrüssung entgegenbrachten, die sie verdient hatten, voller Warmherzigkeit und und Zuneigung.

    Der Präsident von Atlético Madrid, Enrique Cerezo, überreichte eine Gedenktafel, die an seine Anwesenheit der Eröffnung erinnert, die zeigt, was das neue Atlético Tetuán Sportgelände sein wird, in welchem die «Atlético Madrid Stiftung» eine Schule gründen wird, in der die kleinsten Kinder in der Lage sein werden, ihrem Lieblingssport zu geniessen und zu lernen.

    Dieses Ereignis stellte den Höhepunkt des zweitägigen Besuchs des Präsidenten dar, der am Montag im Nachbarland begann, um die historische Verbindung wiedereinzuführen, die Atlético Madrid mit Atlético Tetuán hat, durch ein wichtiges sportliches Projekt aufrecht erhalten wird. Es war ein sehr bedeutender Besuch, bei dem Enrique Collar, Präsident der Atlético Madrid Stiftung, Fernando García Abásolo, Vizepräsident des Wirtschaftsbereichs, Lázaro Albarracín, Vizepräsident für das soziale Umfeld, Javier Lezcano, Generaldirektor der Stiftung und Vicente Temprado, Präsident der Madrider Fussballförderung, anwesend waren.

    Der Präsident von Atlético Madrid und die Repräsentanten der Atlético-Organisation suchten zu aller erst die Residenz von Herrn Wally, dem Vorsitzenden der Region, auf, der sie stellvertretend für den König mit den alten Traditionen der Begrüssung im eigenen Haus willkommen hiess.

    Herr Wally begrüsste alle Helfer und gratulierte Atlético Tetuán «...Atlético Madrid bekommen zu haben um uns zu stärken und hier in unser Land zu kommen, um an einem wichtigen Projekt teilzunehmen. Dem Verein Atlético Madrid stehen die Türen nach Marokko offen, vom sportlichen und vom wirtschaftlichen Gesichtspunkt aus gesehen, eine Zusammenarbeit der Art durchzuführen, die sie für richtig erachten.»

    Der Präsident der marokkanischen Füssballförderation, Herr Guertili, bekundete ebenfalls seine volle Unterstützung für diese Initiative und betonte: «Ich hoffe, dass Präsident Enrique Cerezo Botschafter Marokkos in Spanien wird, damit andere Vereine diesem Beispiel von Atlético Madrid folgen und sich dazu entschliessen, diese Art der Zusammenarbeit zwischen Klubs verschiedenster Länder zu übernehmen.»

    Nach diesem offiziellen Besuch, begab sich die Delegation an den Ort, an welchem die Bauarbeiten des neuen Sportgeländes im Sommer 2008 beginnen werden. Es geschah dort, als der Präsident die Eröffnung der zukünftigen «Atlético Madrid Stifungs» Schule verkündete, welche einen wichtigen Schritt der Expansion darstellt, die die Vereinsstiftung durchführt, um die Grenzen zu erweitern. Damit man einen solch wichtigen Moment festhalten konnte, überreichten Enrique Cerezo und Enrique Collar dem Präsidenten des marokkanischen Klubs, Abdelanek Abrovn, eine Gedenktafel, als Andenken an einen so besonderen Tag und danach trafen sich Direktoren in der Mitte des angrenzenden Spielfelds, um eine Atlético Madrid Flagge auszufalten und einen ehrenvollen Anstoss durchzuführen, als Symbol dieses grossen Projektes.

    Nachdem man den ersten Stein der zukünftigen Atlético Madrid Schule platzierte, nutzte Enrique Cerezo die Gelegenheit um seine Zufriedenheit über die Einigung der Anwesenden auszudrücken und den marokkanischen Freunden, für ihre Art ihrer Begrüssung, danken. «Es ist wirkliche eine Ehre, wo einen die Menschen lieben, respektieren und bewundern und man kann sagen, dass Atlético hier in Tatuán etwas grosses ist. Ich hoffe, dass wir in der Lage sind, diese grossartige Beziehung für lange Zeit aufrecht zu erhalten. Es gibt zwei Gewinner in diesem Abkommen, Atlético Madrid und Atlético Tetuán und ich wünsche Ihnen allen viele Erfolge und ich hoffe, dass ihre Träume wahr werden, wie die, des Sportgeländes.»

    Quelle: atleticomadrid.de Anne-Kathrin von Eyss 18.12.2007


    Tétouan. Photo: http://photosmaghreb.canalblog.com/
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