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Tinmal Von diesem historisch bedeutsamen Ort nahm im 12. Jh. die almohadische Eroberung Marokkos ihren Ausgang.

Bei einer Fahrt von Marrakesch nach Taroudannt passiert man etwa 30 km nordöstlich des Tizi-n-Test-Passes einen historisch bedeutsamen Ort: Inmitten einer zauberhaften Berglandschaft liegt auf 1200 m Höhe die Ruine der almohadischen Moschee von Tinmal.

1125 zog sich der Theologe Ibn Toumert nach Tinmal zurück und predigte dort einen strengen Islam. Die ansässigen Masmouda-Berber verehrten ihn als Mahdi (Erlöser). Seine Anhänger, die Al-Muwahidun (Bekenner der Einheit Gottes) führten unter der Leitung des Abd el-Moumen (1133-63) einen Heiligen Krieg gegen die Almoraviden und eroberten nach und nach ganz Marokko und Teile Spaniens.

Die 1153/54 unter dem mächtigen Almohaden-Sultan errichtete Moschee von Tinmal ist der Prototyp almohadischer Gebetsstätten, der seine klassische Ausformung in der Koutoubia von Marrakesch fand. Nach dem Niedergang der Berberdynastie verfiel die Moschee. Ihre beeindruckende Ruine mit festungsartigen Aussenmauern und Teilen des Gebetssaals kann seit der umfassenden Restaurierung 1991 auch von Andersgläubigen besichtigt werden. Eine Besonderheit stellt das niedrige quadratische Minarett dar, das sich, einzigartig für marokkanische Moscheen, über dem Mihrab an der Qibla-Wand erhebt.

Kurz hinter Tinmal beginnt der Tizi-n-Test, die enge Strasse schlängelt sich kurvenreich hinauf auf 2092 m. Von der Passhöhe aus überblickt man das sich zwischen dem Hohen Atlas und dem Antiatlas erstreckende Sous-Tal.

Quelle: www.wissen.de



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UNESCO Welterbestätten in Marokko
Die Liste des Welterbes (Stand Juni 2002) umfasst insgesamt 730 Kultur- und Naturstätten in 125 Ländern. Sie stehen unter dem Schutz der Internationalen Konvention für das Kultur- und Naturerbe der Menschheit. Die 1972 von der UNESCO verabschiedete Konvention ist das international bedeutendste Instrument, um Kultur- und Naturstätten, die einen aussergewöhnlichen universellen Wert besitzen, zu erhalten. Denkmäler werden nur dann in die Liste des Welterbes aufgenommen, wenn sie die in der Konvention festgelegten Kriterien der Einzigartigkeit und der Authentizität (bei Kulturstätten) bzw. der Integrität (bei Naturstätten) erfüllen und wenn ein überzeugender Erhaltungsplan vorliegt.
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