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Marokko Kultur, Kunst, Künstler und Künstlerinnen français |
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Von allen bildenden Künstlern sind die Maler für die Schönheit eines Ortes bei weitem am empfänglichsten. Mit immer wachem Auge entdecken die Virtuosen der Farbpalette vor allen anderen das milde Licht oder die Intensität der Farben. Darum ist es nicht verwunderlich, dass viele bekannte Meister der Staffelei ihre Begeisterung für Marokko, einem Land voller Künste und Emotionen, mit ihren Zeichenstift und Pinsel festgehalten haben.
Farbenprächtige Faszination Marokko Fasziniert von den Werken, die Eugène Delacroix im 19. Jahrhundert nach seiner Rückkehr aus Tanger geschaffen hat, stellten Matisse, Torres, Tapiés, Majorelle und Miro ihre Staffelei am anderen Ufer des Mittelmeers auf und erlagen dem Charme der Landschaften und den faszinierenden Szenen aus dem marokkanischen Alltag ebenfalls. Später tun es ihnen Nicolas de Staël, Francis Bacon oder Edouard Degas gleich. Marokko zeichnet sich tatsächlich durch eine aussergewöhnliche Farbenpracht aus. Marrakesch wird die rote Stadt genannt. Besonders bunt präsentiert sich ihr berühmtester Platz, Jemaa el Fna, und seine von Geschäften aller Art geprägte Umgebung mit dem bunten Basar. Fes, wie Marrakesch eine historische Königsstadt und die Wiege der arabisch-moslemischen Kultur, steht der roten Stadt in gar nichts nach. Vom regen Treiben in der farbenprächtigen Medina kann man nicht anders als fasziniert sein. Auch Essaouira, dessen Stadtmauern von der Geschichte einer wunderschönen befestigten Stadt zeugen, bleibt den Besuchern als fröhlich-bunte Stadt in Erinnerung. Schliesslich sind auch die weltberühmten «Blauen Männer» zu erwähnen, die in der Wüste lebenden Berber. Das Marokko der Farben wird ergänzt durch eine geografische Vielfalt, welche dazu führt, dass dieses Land auch bei Wanderern, Mountainbike-Fahrern und abenteuerlustigen Familien weit oben in der Gunst steht. Die Landschaften sind vielfältig und atemberaubend: schwindelerregende, verschneite Gipfel im Hohen Atlas, das steile und zerfurchte Rifmassiv, dichte Eichen- und Thujawälder auf dem Plateau Central, fruchtbare Ebenen in der Medesa, karge Böden auf den Hochebenen, halbwüstenartige Steppen und üppige Oasen im Sousbecken, Sanddünen in der Sahara. Da ist für jedermann ein Marokko dabei. Geweihte Erde der Wanderer Vom Sand der Sahara bis in die Berge des Atlas bietet Marokko eine unendliche landschaftliche Vielfalt: karge und steinige Plateaus, verschwiegene Schluchten und sattgrüne Täler, sich ins Unendliche wellende Sanddünen, Zedern- und Korkeichenwälder, halbwüstenartige Hügelketten. Überall nichts als authentische Natur. Ein natürlicher Reichtum, der das Land zum beliebten Reiseziel aller Wanderfreunde macht, egal zu welcher Jahreszeit. Von Chefchaouen aus sind es die grünen Rifberge, eine herrliche, noch wenig besuchte Landschaft. Um Marrakesch ziehen das Toubkalmassiv und die Gipfel des Hohen Atlas Fans der Mittel- und Hochgebirge an. In den Regionen Fes und Meknes führen die Pfade über Hügel mit beeindruckenden Zedern. Weiter im Süden bieten Agadir und Ouarzazate den besten Zugang in die Wüste. Auf vier Rädern oder Beinen An Fortbewegungsmitteln fehlt es nicht, will man die zahllosen Pfade Marokkos bereisen. Erfahrene Reiter können das Land hoch zu Ross entdecken, unerfahrene Kameltreiber können unter kundiger Anleitung mit den «Wüstenschiffen» durch die Sahara ziehen. Für leidenschaftliche Geländefahrer gibt es Routen für 4x4-Fahrzeuge oder Quads. Und Mountainbiker haben die verschiedenen Abschnitte des Atlasgebirges schon längst entdeckt. Abseits ausgetretener Pfade gibt sich ein verschwiegeneres Marokko zu erkennen: die im Rhythmus einer überlieferten Kultur lebende Welt der Berber. Eine Welt nachhaltiger Überlieferungen, die in der Architektur, in Trachten, Tänzen und Bräuchen zum Ausdruck kommen. Und in der ein die lokalen Gewohnheiten achtender Reisender immer nach den elementaren Regeln der Gastlichkeit empfangen wird. Hans-Rudolf Baumann Information Marokkanisches Verkehrsbüro Schifflände 5, 8021 Zürich Telefon 044 252 77 52 Email info@marokko.ch Copyright © 2007, travelinside.ch Marokko verstehen Künstler-Biographien Mohamed Mrabet - Schriftsteller Mohamed Mrabet ist einer der letzten Erzähler, der noch die uralten Überlieferungen und Mythen Marokkos kennt und lebendig erhält. Darüber hinaus ist er ein Fabulierer und Erfinder unglaublicher Geschichten voller Magie und märchenhafter Phantasie. Sie spielen in dem ihm vertrauten Milieu der gesellschaftlichen Aussenseiter, der Armen, Arbeitslosen, Prostituierten und Haschischraucher. Den Alltag des islamischen Marokko kontrastiert er mit der exzentrischen Welt der intellektuellen kosmopolitischen Exilanten. weiter... Mohamed Choukri - Schriftsteller In den 60er Jahren lernt er Jean Genet, Tennessee Williams, Samuel Beckett und Paul Bowles kennen. Sie bekräftigen ihn in seinem Entschluss, Schriftsteller zu werden. Bowles übersetzt 1973 den ersten Teil von Choukris Autobiographie Das nackte Brot ins Amerikanische, Tahar Ben Jelloun übersetzt es 1980 ins Französische. Seither wächst Choukris Anerkennung weltweit: Er wird zur Stimme von Tanger schlechthin. weiter... El Houssaine Kili - Musiker El Houssaine Kili ist immer on the road, mit einem inneren Pendel zwischen Erinnerungen aus Marokko und den Tagträumen eines deutschen Musikerlebens. Und wie wir unsere Kraft aus Träumen von Urlaub und besserer Welt beziehen, so schöpft Kili seine Kreativität aus seinem eigenen marokkanischen Background. Mitten in Kassel. Befreundete Musiker aus aller Welt kommen zu Besuch und auch Bekannte aus Marokko sind gern gesehene Gäste - die Taschen voll von Silberschmuck, Gewürzen und bunter Cassetten - alles direkt von den Basaren aus Rabat, Agadir oder Casablanca. Plastiktütchen voller gelbem, roten, braunen Pulver, voller Zimt, Curry, Safran und Harissa werden schell aufgeknotet und tief versinkt die Nase in den Gerüchen der Heimat. Die Augen werden geschlossen und schon verstärken sich die Düfte des Basars, riechen wie die Erinnerungen, die wie bestimmte Popsongs die wildesten Erlebnisse unserer Jugend wiederbeleben. weiter... Henri Matisse in Marokko Die marokkanischen Bilder entstehen in bewundernswerter stilistischer Einheit im Zeichen dieser intensiven, durchdachten Ausdrucksstrenge, die durch keine ethnischen Zufälligkeiten, keine gefälligen Rundungen gestört wird. Der gleichzeitig anregenden und lähmenden Atmosphäre der Orte stellt Matisse die Autonomie seiner neu erlebten Realität und die Ordnung seines Geistes entgegen... weiter... Mokhtar Bakkali In den Fotografien des marokkanischen Künstlers Mohktar Bakkali steht nicht der neue und makellose, der unschuldige und unverdorbene Alltagsgegenstand im Brennpunkt der Aufmerksamkeit. Bakkali sucht respektive untersucht mit dem Auge der Kamera seine Bruchstücke, seine im Laufe der Zeit entstehenden Fragmente, wie zum Beispiel die verrostete Drahtspirale einer Wäscheklammer oder abbröckelnde Farbe auf einer erodierenden Hausmauer. Im Sinne einer Spurensicherung dokumentiert er sensibel verbleibende Details, rückt sie ins Blickfeld und somit ins Zentrum unserer Wahrnehmung. Auf geradezu malerisch-poetische Weise überliefert er Relikte im Prozess ihrer Auflösung, belebt und erweckt er Überbleibsel, die im Alltag der Zerstörung und dem Vergessen anheim gefallen sind. weiter... Souhaïl Benazzouz Benazzouz geht in seiner Kunst noch weiter. Er eröffnet eine dritte respektive eine vierte Dimension, denn durch die vielgestaltigen, dialogischen Vernetzungen, Anknüpfungen, Widersprüche, Wiederholungen, Ergänzungen und Auflösungen von Zeichen entsteht ein morphologisches Gebilde, eine Gestalt. Malerei und Zeichnung lösen sich hierbei synergetisch auf. Sie verwandeln sich zu plastischen Körpern, die im freien, grenzenlosen Raum optisch erfahrbar wie auch imaginär spürbar werden. Figürliche Assoziationen tauchen plötzlich in der projizierten Phantasie des Betrachters auf, wie zum Beispiel verschiedenartige Vogelwesen oder Fische, ohne dass sie konkret dargestellt wären. Sein oder nicht sein, das ist die Frage. Und die Antwort? weiter... Hakim Ghaïlan Plein de poésie et de signes, enraciné dans une culture qu’il désire sienne et universelle, près de la terre et emporté par le désir de l’infini, touchant aux deux pôles masculin et féminin, profitant de la riche et profonde iconographie de ses ancêtres, se situant entre les origines et la modernité qu’il introduit avec la force d’un éclair : c’est ainsi que je vois l’univers crée par la peinture et les gravures de Hakim Ghaïlan. weiter... Khalil El Ghrib Seine in Bern ausgestellten, malerischen Arbeiten erinnern mit ihren erfundenen Zeichen an informelle Kompositionen, an automatische Niederschriften, deren Ausführung der Sensibilität der vom Unterbewussten geführten Hand überlassen wird. Die Formen der Bilder werden weitgehend durch die innere Dynamik der Farbe und der Malweise bestimmt, durch die Leichtigkeit der Farbe, durch Tempo und Bewegung, mit der sie auf das Papier gebracht wird, und durch die Wirkung der verschiedenen übereinander gelegten Schichten. Das Ergebnis ist nicht nur eine unerhört lebendige, sensitiv gestaltete Fläche, sondern auch eine Befreiung der in der Farbe ruhenden Kräfte, die in kalligraphischen Symbolzeichen und in freien seelisch-körperlichen Rhythmen ihren Ausdruck findet. weiter... Younès El Kharraz On reproche - ou l’on pourrait reprocher - à Younès la constance thématique dans ses peintures. En effet, le thème-prétexte est toujours le même : des objets ou des fruits (Younès travaille les portraits aussi). Dans l’étape actuelle de son itinéraire plastique, le jeune peintre opère subtilement un changement sinon décisif dans sa carrière du moins d’une signification profonde dans son univers plastique. weiter... Saïd El Karkri Saïd El Karkri, que les confornistes classent parmi les peintres «naifs», «primitifs», voire même «bruts». N‘entrons pas dans la discussion de tels appellations qui sont en fait polémiques et interrogeons nous sur le titre même de l‘oeuvre de Saïd: Un(e). Que faut-il entendre par là? Un composé duel ou plutôt un(e) unique? Un simple reflet ou plutôt un espace androgyne? Titre et image ne nous rappellent-ils pas la nut sacré et le dhikr (invocation de Dieu)? Le dit dhikr ne conduit-il pas à la transe? La transe ne conduit-elle pas à son tour à l‘anéantissement? En tout cas, Saïd a signé une oeuvrc de maître, il a su construire, avec un amour mystique, sa Zilia. weiter... Youcha Le marchand, préparateur de thé et artiste, ne prête guère attention à ce décor tel quel. Inlassablement, il construit son monde et sa liberté. Il s'appelle Youssef Elkhorib, né à Assilah en 1963. L'année dernière, il a perdu son atelier- bistrot, mais il s'est donné un nom d'artiste : Youcha. Et de surcroît, il a ouvert à deux pas sa propre galerie. Bien entendu, la façade est ornée d'une grande enseigne peinte et l'intérieur est minuscule. Maximum deux personnes y tiennent debout. Quelques toiles sont vaguement accrochées aux murs, les autres mises en rouleaux entassés, serrés, qu'il déplie sans se lasser dès qu'un curieux s'arrête. Il expose aussi ses tableaux sur les façades et les murs d'en face, entre un présentoir de cartes postales et les bricoles du voisin. Il guette l'amateur devant la «Gallery Youcha». weiter... Ahmed Cherkaoui Le destin d'Ahmed Cherkaoui bute accidentellement en 1967 à l'âge de 33 ans alors, qu'en pleine maturité de sa peinture, il semblait promis à l'aboutissement d'une œuvre des plus signifiantes, riches et autonomes de la confrontation dynamique de ses intérêts plastiques, nourris aussi bien par la tradition arabe et berbère que par les exigences d'une peinture moderne. Il meurt au coeur du débat Orient-Occident, identitaire, en traçant les voies du dépassement. Depuis, Ahmed Cherkaoui est considéré, avec J. Gharbaoui, comme le précurseur de la peinture contemporaine au Maroc et incarne un des moments les plus importants de son histoire. Une notoriété qui dépasse les frontières, acquise d'abord au sein de l'École de Paris durant les années cinquante et soixante. Son œuvre y prend une valeur symbolique par son apport original et son travail de symbiose. Il trouve dans l'exil un terrain stimulant qui lui permet de déchiffrer sa propre mémoire et de donner forme à sa résonance créatrice dans une quète lucide, passionnée et propre à son temps. weiter... Grand Prix du Mérite Créé en 1986, le Grand Prix du Mérite rend hommage aux créateurs marocains qui ont contribué à l’enrichissement de la culture marocaine à travers l’ensemble de leur œuvre. Le prix à décerner consiste en l'attribution d'une attestation assortie d'un wissam et d'un montant fixé à cinquante mille dirhams. (Arrêté du Ministre des Affaires Culturelles)
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