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Saudis vermiesen Nordafrika die WM
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FIFA verkauft Sende-Monopol für Nordafrika an Satellitensender ART: Algerien und Marokko vom Zuschauen ausgeschlossen?

Ob die Fussballfans in Marokko und Algerien in den Fernsehgenuss der WM kommen, ist ungewiss. Die öffentlich-rechtlichen Sender der beiden Länder können sich nämlich den Preis für die Übertragungsrechte des Sportevents, den der Lizenzträger ART, ein saudi-arabischer Satellitenkanal, inne hat, nicht leisten. Es scheint, dass sich die Fussballfans im Maghreb nur mit Zusammenfassungen der Spiele begnügen müssen, wenn sie sich nicht für ein teures Abonnement von ART entscheiden.

«Zaster-FIFA» titeln algerische Zeitungen und beschimpfen den internationalen Fussballverband als undurchsichtige Oligarchie. Noch nie in der Fernsehgeschichte habe Algerien die Übertragung versäumt, heisst es in der Le Monde. Hintergrund ist die FIFA-Entscheidung, ART den Zuschlag für die Übertragungsrechte in Nordafrika bis voraussichtlich 2014 zu erteilen. ART bot 110 Mio. Dollar und überbot die Arab States Broadcasting Union (ASBU) http://www.asbu.org.tn damit um 15 Mio. Dollar. In Algerien machen Gerüchte die Runde, dass die Regierung ART sogar subventioniere um sich im Lande durchzusetzen.

Tatsächlich versucht ART schon seit längerem erfolglos in Marokko und Algerien Fuss zu fassen. Die FIFA hilft ART mit ihrer Entscheidung daher, die nordafrikanischen Fussballfans zu erpressen und ein teures ART-Abonnement zu bestellen. ART sorgte zusätzlich dafür, dass nur die teuren Jahresabonnements erhältlich sind. Tunesien, das sich als einziges der Maghreb-Länder für die WM qualifizieren konnte, ist aus dem Schneider: Dort werden die Spiele der Tunesier aufgrund erfolgreich abgeschlossener Verhandlungen auf einem öffentlich-rechtlichen Sender ausgestrahlt.

www.pressetext.ch 08.06.2006


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