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Marokko UNESCO Welterbestätten in Marokko en français |
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Die von der UNESCO geführte Liste des Welterbes umfasst insgesamt 878 Denkmäler in 145 Ländern. Davon sind 679 Kulturdenkmäler und 174 Naturdenkmäler, weitere 25 Denkmäler gehören sowohl dem Kultur- als auch dem Naturerbe an. Die 1972 von der UNESCO verabschiedete Konvention ist das international bedeutendste Instrument, um Kultur- und Naturstätten, die einen aussergewöhnlichen universellen Wert besitzen, zu erhalten. Denkmäler werden nur dann in die Liste des Welterbes aufgenommen, wenn sie die in der Konvention festgelegten Kriterien der Einzigartigkeit und der Authentizität (bei Kulturstätten) bzw. der Integrität (bei Naturstätten) erfüllen und wenn ein überzeugender Erhaltungsplan vorliegt. Marokko ist in der Liste mit 8 UNESCO-Welterbestätten und 2 Kulturstätten vertreten. Altstadt von Fès Am Schnittpunkt der Verkehrswege vom Mittelmeer zum Atlantik, zwischen Afrika und Europa, und an den überlappenden Randzonen islamischer wie christlicher Einflusssphären gelegen, war der gegebene Standort bestens für das Entstehen einer blühenden Handelsstadt mit ausgeprägtem Sinn für multikulturelles Zusammenleben geeignet. Der Status als führendes religiöses Zentrum Marokkos war die logische Folge. weiter... Altstadt von Marrakesch Marrakesch wurde 1062, kurz nach der almoravidischen Machtergreifung, auf bis dahin unbesiedeltem Gebiet als Militärlager gegründet. Unter Youssouf Ben Tachfin stieg die zügig ausgebaute Ansiedlung zur Almoraviden-Residenz auf. Nach seinen sieg- und beutereichen Kriegszügen gegen Alfons VI. von Kastilien, dem er 1086 das spanische Toledo entreissen konnte, begann für Marrakesch eine Zeit der Blüte. Zahlreiche Moscheen und Paläste entstanden. Youssoufs Sohn und Nachfolger Ali Ben Youssouf liess 1126/27 die heute noch erhaltene Wehrmauer anlegen und vor den Toren der Stadt die ersten Palmenhaine anpflanzen. weiter... Platz Djema el Fna Die UNESCO hat diesen Platz im marokkanischen Marrakesch im Mai 2001 in die Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit aufgenommen. weiter... Befestigte Stadt Aït-Ben-Haddou Das Stampflehmdorf besteht aus vielen kleineren und grösseren Häusern, die eng aneinander gedrängt an einem Hang kleben und von ferne wie verschachtelt wirken. Während die Untergeschosse der Lehmbauten schmucklos sind, tragen die oberen Geschosse, besonders aber die sich nach oben verjüngenden Ecktürme, reiche Verzierungen. weiter... Altstadt von Meknès Ehemalige Residenz mit pompöser Hofhaltung: 600 Haremsdamen, 12'000 Pferde und eine Fremdenlegion von afrikanischen Sklaven; umgeben von einer 25 km langen Mauer; Medina mit der Grossen Moschee mit 12 Portalen und der Nejjarin-Moschee; Mausoleum des Moulay Ismail; Stadttore wie das von 2 Bastionen flankierte Bab es Khemis, Bab el Berdain (Tor der Packsattelhersteller) aus dem 17. Jh. und Bab Mansour, der triumphale Zugang zur Ville Impériale. weiter... Ausgrabungsstätte Volubilis Funde weisen darauf hin, dass der Ort schon vor Juba II. (25 v. Chr bis 23/24 n. Chr.) Bedeutung erlangt hatte. Der in Rom erzogene König von Mauretanien wurde von Augustus als Statthalter eingesetzt und verwaltete die Provinz Mauretania fast 50 Jahre lang. Die Ermordung seines Sohnes Ptolemaios 40 n. Chr. löste einen Berberaufstand aus, den die Römer blutig niederschlugen. 42-285 erlebte Volubilis als Hauptstadt der römischen Provinz Mauretania Tingitana eine Zeit wirtschaftlicher und kultureller Blüte. Mitten in einem grossen Olivenanbaugebiet gelegen, verdankte die Stadt, die zu dieser Zeit ca. 10 000-20 000 Einwohner hatte, dem Handel mit Olivenöl ihren Wohlstand. Gegen Ende des 3. Jh., als sich Berberaufstände häuften, wurde die Hauptstadt nach Tingis ( Tanger) verlagert und der allmähliche Verfall von Volubilis begann. weiter... Medina von Tétouan (Titawin) Etwa 5 km nördlich des antiken Tamuda oppidum wurde Tétouan im frühen Mittelalter gegründet. Im 13. Jh. legten die Meriniden eine Kasbah an, die Sultan Abou Thabit 100 Jahre später gegen Angriffe des benachbarten Ceuta ausbaute. Tetouan entwickelte sich zum Seeräubernest und erlangte rasch wirtschaftlichen Aufschwung. Die andauernde Gefährdung der Seewege veranlasste jedoch König Heinrich III. von Kastilien, 1399 die Stadt anzugreifen und zu zerstören. Teile der Bevölkerung wurden nach Spanien verschleppt. Die spanische Reconquista vertrieb im 16. Jh. zahlreiche Juden und Muslime aus Andalusien, einige von ihnen liessen sich in Tetouan nieder und brachten es mit Hilfe von Piraterie zu neuerlichem Wohlstand. Unter Moulay Ismail (1672-1727) erlebte die Stadt dann dank ausgedehnter Handelsbeziehungen zu Europa ihre grösste Zeit. Im 19. Jh. besetzten die Spanier Tetouan gleich zweimal und machten es 1913 zur Hauptstadt des spanischen Protektorats, das bis 1956 Bestand hatte. weiter... Medina von Essaouira (früher Mogador) Die Medina von Essaouira ist ein noch vollständig erhaltenes Beispiel für eine befestigte Hafenstadt des späten 18. Jahrhunderts. Sie ist nach den städtebaulichen Prinzipien europäischer Militärarchitektur angelegt. Essaouira (früher Mogador) war im 19. Jahrhundert ein wichtiger internationaler Handelsplatz, der Marokko mit Europa verband. weiter... Portugiesische Stadt Mazagan (El Jadida) Das Welterbekomitee der UNESCO hat auf seiner 28. Sitzung vom 25. Juni bis 7. Juli 2004 im chinesischen Suzhou weitere 34 Kultur- und Naturstätten aus 29 Ländern in die Welterbeliste aufgenommen, darunter aus Marokko die portugiesische Stadt Mazagan im heutigen El Jadida, 90 Kilometer südwestlich von Casablanca gelegen, war im frühen 16. Jahrhundert befestigte portugiesische Kolonie und wurde 1769 von den Marokkanern erobert. Die Befestigungsanlage ist ein frühes Beispiel militärischer Renaissance-Architektur, die Stadt mit ihren noch vorhandenen portugiesischen Gebäuden ein Zeugnis der gegenseitigen Beeinflussung von europäischer und marokkanischer Kultur. weiter... Moussem von Tan Tan Das grosse Treffen der «Blauen Männer». In diesem kleinen Ort versammeln sich aus Anlass des religiösen Moussem Sidi Mohammed Maa El-Aynine mit touristischer Note jährlich in grosser Zahl alle Stämme der angrenzenden Regionen weiter... 2002 Internationales Jahr des Kulturerbes 1972 verabschiedete die UNESCO die 'Internationale Konvention zum Schutz des Kultur- und Naturerbes' (Welterbe-Konvention). Die Liste des Welterbes umfasst heute insgesamt 754 Kultur- und Naturstätten in 129 Staaten, darunter 7 Welterbestätten in Marokko. Daneben existiert eine sogenannte «Rote Liste», in die Stätten des Welterbes aufgenommen werden, die als besonders gefährdet gelten und für deren Erhalt besondere Massnahmen notwendig sind. Wesentlichen Anteil an der Verwirklichung der Welterbe-Konvention hat das 1992 gegründete UNESCO-Welterbezentrum. Mit der 2001 verabschiedeten «Konvention zum Schutz des Unterwasser-Kulturerbes» schuf die UNESCO einen internationalen gesetzlichen Rahmen zum Schutz und der Bewahrung versunkener historische Stätten und untergegangener Schiffe als Teil des Weltkulturerbes. Aus aktuellem Anlass verstärkte die UNESCO 2001 - die Sprengung der Buddha-Statuen in Afghanistan -die Anstrengungen, weitere Staaten zur Unterzeichnung der Haager Konvention zum Schutz des Kulturellen Erbes bei bewaffneten Konflikten (1954) zu bewegen und deren Bestimmungen in die nationale Gesetzgebung zu übernehmen. Darüber hinaus wurde das Jahr 2002 zum Internationalen Jahr des Kulturerbes ausgerufen. ![]() |
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