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Beim Halten Motor abschalten |
Heute sieht man wieder oft Lenker, die bei laufendem Motor irgendwo warten. Und dass in der Kolonne vor der Ampel jemand den Schlüssel dreht, kommt erst recht selten vor. Dabei wären Lenker vom Gesetz her zum Abschalten verpflichtet, bei längerem Halt sowieso, aber auch bei kürzeren Stopps. Offenbar wissen viele dies nicht oder haben gemerkt, dass Polizisten nur bei schweren Verstössen den Bussenblock zücken. Sinnvoll schon bei Kurzstopps Der Streit, ob Motorabschalten bei Kurzstopps sinnvoll ist, hatte früher Züge eines Glaubenskriegs. Mittlerweile besteht kein Zweifel mehr. In Japan haben Testfahrten eindeutige Ergebnisse geliefert. Während 21 Tagen fuhren im August 2002 drei Autolenker die Insel ab - 3700 Kilometer. Einer liess den Motor bei Stopps im Verkehr laufen. Die zwei andern schalteten jeweils ab, einer manuell, einer automatisch. Diese beiden sparten im Vergleich zum andern deutlich Treibstoff, in Städten 13,4 Prozent, auf Überlandstrecken 3,4 Prozent. Im Schnitt waren es 5,8 Prozent. Die Statistik lässt erahnen, wie gross der Spareffekt in der Schweiz wäre: Die gut fünf Millionen Motorfahrzeuge verbrauchten 2005 insgesamt 4,826 Millionen Liter Benzin und 2,067 Millionen Liter Diesel. Konsequentes Abschalten würde gemäss den japanischen Test rund 280 000 Liter Benzin und 120?000 Liter Diesel sparen. Etwa 970 Tonnen CO2 würden weniger in die Atmosphäre gelangen. Gemessen wurde auch, ab wann das Abschalten mehr Treibstoff spart, als das Anlassen verbraucht: Spätestens nach 20 Sekunden lohnt es sich, bei gewissen Motoren schon nach Bruchteilen von Sekunden. Der TCS empfiehlt daher nach wie vor: beim Halten konsequent abschalten, beim Anlassen kein Gas geben. Sinnlos ist laut Wyrsch das Aufwärmen im Leerlauf. Der Motor erreiche die optimale Temperatur viel schneller, wenn man sofort losfahre.
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