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Ruth Dreifuss - unsere Landesmutter
Die Seite wird zur Zeit aktualisiert Ruth Dreifuss, 1940 in St. Gallen geboren, absolvierte ihre Schulzeit mit den Abschlüssen Handelsdiplom 1958 und Lizentiat in Wirtschaftswissenschaften 1970 in Genf. Sie kann auf eine vielfältige berufliche Laufbahn zurückblicken: von 1958 bis 1959 war sie Hotelsekretärin im Tessin, von 1961 bis 1964 Redaktorin bei der Wochenzeitschrift «Coopération» der Union Schweizerischer Konsumvereine in Basel, von 1965 bis 1968 arbeitete sie als Assistentin am Centre psycho-social der Universität Genf und von 1970 bis 1972 als Assistentin an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Genf. Von 1972 bis 1981 war sie als Angestellte und später als wissenschaftliche Adjunktin in der Direktion für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe des EDA tätig. 1981 wurde sie Zentralsekretärin des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes. Die Vereinigte Bundesversammlung wählte Ruth Dreifuss am 10. März 1993 zur Bundesrätin (100. Mitglied der Landesregierung seit 1848), vom 1. April 1993 bis 31. Dezember 2002 stand sie dem Eidg. Departement des Innern vor. Als Vorsteherin des EDI betreute Ruth Dreifuss die Einführung des Krankenversicherungsgesetzes (KVG) von 1994, die 10. AHV-Revision vom selben Jahr, das Forschungsdossier als Teil der Bilateralen Verträge Schweiz-EU von 1999 und die im gleichen Jahr vom Volk erneut abgelehnte Einführung der Mutterschaftsversicherung sowie die Vorbereitungsarbeiten zur 11. AHV-Revision. Mit Ruth Dreifuss wurde die erste Sozialdemokratin und auch die erste Person jüdischer Herkunft in die Landesregierung gewählt. 1999 übernahm sie als erste Frau das Bundespräsidium. Reisen 1995 Weltfrauenkonferenz in China 1995 der Ozon-Konferenz in Wien 1998 Wiedereröffnung der Nationalgalerie in Sarajevo 1999 Als Bundespräsidentin in die USA 1999 Kongress der europäischen Sozialdemokraten in Mailand 1999 Frankophonie-Gipfel in Moncton (Kanada) 1999 Staatsbesuch in Prag Staatsempfänge im Präsidialjahr Jiang Zemin, Präsident der Volksrepublik China, am 25., 26. und 27. März 1999 Jorge Sampaio, Präsident der Republik Portugal, am 8., 9. und 10. September 1999 Auszeichnungen Ehrendoktorwürde der Universität Haifa und der Hebräischen Universität Jerusalem Swiss Award 2003 als beliebteste Politikerin in der Schweiz. Familie Ruth Dreifuss ist ledig. Ihr Vater war Angestellter im Baumwollhandel und während des Dritten Reiches zeitweise Beauftragter für Flüchtlingsfragen der kleinen jüdischen Gemeinde in St. Gallen. 1942 zog die Familie nach Bern, 1945 nach Genf. Beide Eltern engagierten sich in der Flüchtlingshilfe. Ihre Familie lebt seit dem 17. Jahrhundert in der Schweiz. Ruth Dreifuss spricht Französisch, Deutsch, Englisch, Spanisch und Italienisch. Sie verlässt die Landesregierung einige Monate vor ihrenm 63. Geburtstag - rechtzeitig also zum ordentlichen Rentenalter. Sie wird nun mehr Zeit haben für das, was ihr neben der Arbeit das Wichtigste war: Freunde, Lesen, Wandern, Stricken. |