Home

Bern Informationen

Bern Museen

Bern Galerien

Bern Events Veranstaltungen

defusco.ch

Irak

Italien

Marokko

gayCH

g26.ch info
Ruth Dreifuss - unsere Landesmutter

Ruth Dreifuss Die menschliche Gesellschaft ist nur menschlich, wenn wir Menschen uns gegenseitig stützen. Die 150-jährige Geschichte der modernen Schweiz ist in vieler Hinsicht ein gutes Beispiel dafür. Denken wir nur an das völlig gleichberechtigte Zusammenleben unserer unterschiedlichen Minderheiten oder an den Auf- und Ausbau unserer sozialen Netze. Wir wollen dazu Sorge tragen. Wir wollen Solidarität nach innen und nach aussen leben. Wir wollen, wo immer wir dazu aufgerufen sind Menschen am Rande, Armen, Kranken und Unterdrückten nach unseren Möglichkeiten helfen. Verschliessen wir die Augen nicht vor dem Elend hier und in der Welt. Wenn wir uns aktiv und solidarisch dagegen auflehnen, schöpfen wir Mut und Selbstvertrauen und bauen an unserer sichereren Zukunft.

Neujahrsansprache 1999

Die Seite wird zur Zeit aktualisiert

Ruth Dreifuss, 1940 in St. Gallen geboren, absolvierte ihre Schulzeit mit den Abschlüssen Handelsdiplom 1958 und Lizentiat in Wirtschaftswissenschaften 1970 in Genf. Sie kann auf eine vielfältige berufliche Laufbahn zurückblicken: von 1958 bis 1959 war sie Hotelsekretärin im Tessin, von 1961 bis 1964 Redaktorin bei der Wochenzeitschrift «Coopération» der Union Schweizerischer Konsumvereine in Basel, von 1965 bis 1968 arbeitete sie als Assistentin am Centre psycho-social der Universität Genf und von 1970 bis 1972 als Assistentin an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Genf. Von 1972 bis 1981 war sie als Angestellte und später als wissenschaftliche Adjunktin in der Direktion für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe des EDA tätig. 1981 wurde sie Zentralsekretärin des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes. Die Vereinigte Bundesversammlung wählte Ruth Dreifuss am 10. März 1993 zur Bundesrätin (100. Mitglied der Landesregierung seit 1848), vom 1. April 1993 bis 31. Dezember 2002 stand sie dem Eidg. Departement des Innern vor.

Als Vorsteherin des EDI betreute Ruth Dreifuss die Einführung des Krankenversicherungsgesetzes (KVG) von 1994, die 10. AHV-Revision vom selben Jahr, das Forschungsdossier als Teil der Bilateralen Verträge Schweiz-EU von 1999 und die im gleichen Jahr vom Volk erneut abgelehnte Einführung der Mutterschaftsversicherung sowie die Vorbereitungsarbeiten zur 11. AHV-Revision. Mit Ruth Dreifuss wurde die erste Sozialdemokratin und auch die erste Person jüdischer Herkunft in die Landesregierung gewählt. 1999 übernahm sie als erste Frau das Bundespräsidium.

Reisen

1995 Weltfrauenkonferenz in China
1995 der Ozon-Konferenz in Wien
1998 Wiedereröffnung der Nationalgalerie in Sarajevo
1999 Als Bundespräsidentin in die USA
1999 Kongress der europäischen Sozialdemokraten in Mailand
1999 Frankophonie-Gipfel in Moncton (Kanada)
1999 Staatsbesuch in Prag

Staatsempfänge im Präsidialjahr

Jiang Zemin, Präsident der Volksrepublik China, am 25., 26. und 27. März 1999
Jorge Sampaio, Präsident der Republik Portugal, am 8., 9. und 10. September 1999

Auszeichnungen

Ehrendoktorwürde der Universität Haifa und der Hebräischen Universität Jerusalem
Swiss Award 2003 als beliebteste Politikerin in der Schweiz.

Familie

Ruth Dreifuss ist ledig. Ihr Vater war Angestellter im Baumwollhandel und während des Dritten Reiches zeitweise Beauftragter für Flüchtlingsfragen der kleinen jüdischen Gemeinde in St. Gallen. 1942 zog die Familie nach Bern, 1945 nach Genf. Beide Eltern engagierten sich in der Flüchtlingshilfe. Ihre Familie lebt seit dem 17. Jahrhundert in der Schweiz.

Ruth Dreifuss spricht Französisch, Deutsch, Englisch, Spanisch und Italienisch. Sie verlässt die Landesregierung einige Monate vor ihrenm 63. Geburtstag - rechtzeitig also zum ordentlichen Rentenalter. Sie wird nun mehr Zeit haben für das, was ihr neben der Arbeit das Wichtigste war: Freunde, Lesen, Wandern, Stricken.


top    home    irak    italia    maroc    gay    defusco