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Edith Piaf zum 40. Todestag

Edith Piaf mit bürgerlichem Namen Edith Giovanna Gassion, erlangte als französische Chansonsängerin Weltruhm. Sie brachte ihre Balladen mit einer kraftvollen und ausdrucksstarken Stimmung zur Geltung. Mit ihrem expresseiven Stil begeisterte sie ein Millionenpublikum. Non, je ne regrette rien, Milord oder La vie en rose gehören zu ihren berühmtesten Titeln. Sie wurde als Spatz von Paris weltweit gefeiert und als Chansonssängerin zur Legende.

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Ausstellung erinnert an das Pariser «Strassenkind» Edith Piaf

Edith Piaf starb nicht auf der Bühne und auch nicht in Paris. Sie starb vor 40 Jahren an der Côte d'Azur an einer Zirrhose - im Alter von nur 47 Jahren. «Ich will in Paris sterben und (...) auf dem Père-Lachaise beerdigt werden», lautete ihr letzter Wille.

Und so wurden ihre sterblichen Überreste nach Paris gebracht - in die Stadt, in der sie am 19. Dezember 1915 geboren worden war.

Anlässlich ihres 40. Todestages widmet das Pariser Rathaus der legendären Chansonsängerin unter dem Titel «Piaf, la môme de Paris» (Piaf, das Strassenkind von Paris) seit dem Wochenende eine Ausstellung mit mehr als 500 Fotografien, Zeitungsausschnitten, Plakaten, Interview- und Konzertausschnitten.

«Die Ausstellung zeigt die Welt Edith Piafs und die Orte, die in ihrem Leben eine grosse Rolle spielten», erklärten die Organisatoren. Die Nummer 72 in der Rue Belleville im 20. Arrondissement von Paris gehört zu diesen wichtigen Stätten, denn dort, so sagt man, sei sie auf der Strasse, vor der Hausnummer 72 geboren worden. So empfängt die bis zum 31. Januar dauernde Piaf-Schau den Besucher mit einem blauen Strassenschild mit der Hausnummer 72, das den Weg in einen Raum weist, der voller Fotos aus ihrer Kindheit ist: Bilder von ihrem Vater, der Zirkusakrobat war, ihrer Mutter, einer Sängerin, und ihrer Grossmutter, einer Flohdresseurin, bei der sie einen Teil ihrer Kindheit verbrachte.

Edith Giovanna Gassion, wie sie mit bürgerlichem Namen hiess, wurde auf der Strasse gross, ein Ort, der ihr Leben und ihre Lieder bestimmte. Sie sang von Akkordeonspielern, Strassenmädchen, dem Rotlichtviertel Pigalle und der Liebe. «Ich landete im Pigalle-Viertel, mitten in den Bars, den Zuhältern und den Strichmädchen. Der erste Mann, in den ich mich verliebt habe, war ein Zuhälter. Sofort wollte er mich auf den Strich schicken», erzählte die Piaf einst.

1935 wurde die Zwanzigjährige schliesslich von Louis Leplée, dem Besitzer des Kabaretts «Gerny's» entdeckt, als sie wie üblich vor einer Menge Passanten ihre Lieder auf der Strasse sang. Leplée schlug ihr sofort einen Vertrag vor und gab ihr den Namen La môme Piaf, das Strassenkind Piaf. Zwei Jahre später trat sie bereits in dem schicken Club «ABC» auf. Die Garderobe des Clubs, in der sich Piaf jeden Abend umzog, ist eigens für die Ausstellung nachgebaut wurden. Aus dem Strassenkind Piaf wurde Edith Piaf, die bei jedem Auftritt nie etwas anderes als ein schlichtes schwarzes Kleid trug, das ebenfalls zu sehen ist.

Auch das Wohnzimmer ihrer letzten Pariser Wohnung wurde nachgebaut. In dem mit bunter Blumentapete ausgestatten Raum hängen Bilder von ihrer Hochzeit mit dem Sänger Jacques Pills am 25. September 1952 sowie Bilder mit dem jungen Georges Moustaki. Möbel gab es in Piafs Wohnung kaum. «Ich brauche das alles nicht, ich kann auch in einem Keller leben. Aus Geld mache ich mir nichts», sagte sie einmal.

Besonders beeindruckend sind die Auszüge aus Interviews und ihren letzten Auftritten in der Pariser Olympia Music-Hall, wo sie mit «Non, je ne regrette rien», «Milord», «Padam... Padam» und «La vie en rose» ihre grössten Erfolge feierte. Die Chansons ertönen in der Ausstellung aus zahlreichen Lautsprechern.

Der Weltstar liebte das Leben, die Männer und den Alkohol. Vor dem Tod hatte die Piaf keine Angst - nur davor, nicht mehr singen zu können. «Wenn ich nicht mehr singen kann, will ich auch nicht mehr leben.»

Von Sabine Glaubitz, dpa

Du 8 octobre 2003 au 31 janvier 2004
Exposition gratuite
Salon d’accueil de la Mairie de Paris
29, rue de Rivoli, Paris 4ème
Tous les jours sauf dimanches et fêtes: 10 h 00 – 19 h 00

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