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Bern 2003 - 650 Jahre in der Eidgenossenschaft Bern stieg im Spätmittelalter zum mächtigsten Stadtstaat nördlich der Alpen auf. 1353 trat Bern in den Bund der Eidgenossen und prägte in der Folge wesentlich das Gesicht der heutigen Schweiz. Das Jubiläum wird mit einer Vielzahl unterschiedlicher Aktivitäten, aber ohne Festumzug und Feuerwerk gefeiert. Geschichte Als am 6. März 1353 der aufstrebende Stadtstaat Bern und die Länder Uri, Schwyz und Unterwalden urkundlich und feierlich ein Bündnis besiegelten, da war dies nicht das erste Abkommen der Berner mit den Waldstätten. Einen früheren Vertrag, dessen Urkunde nicht erhalten ist, datieren die Historiker auf 1323. Der 6. März 1353 aber gilt als eigentlicher Eintritt Berns als achter Ort in die Eidgenossenschaft. Wiewohl «Eintritt» und «Eidgenossenschaft» wohl die falschen Bezeichnungen sind. Das eidgenössische Bündnis war ein «lockeres Bundesgeflecht» im mittelalterlichen Machtpoker, ein Nebenher einzelner Abkommen zwischen Landregionen und Städten, die alle auch andere Bündnisse pflegten. So waren 1353 sowohl Bern wie Luzern und Zürich auch mit Österreich in Bündnisse verflochten. 1- Historiographie und Forschung 2- Vorgeschichte und Entstehung (bis 1353) 3- Konsolidierung und Erweiterung (1353-1515) 4- Konfessionalisierung und Ende (1515-1798) 5- Die Eidgenossenschaft zwischen Mythos und Realität 6- Bilanz Staatsakt Erster Höhepunkt des Jubiläumsjahres ist der Staatsakt vom 6. März 2003 in der Französischen Kirche (einziges erhaltenes Versammlungslokal aus der Zeit von 1353). Zu diesem Anlass werden Vertretungen der schweizerischen Kantone, der Eidgenossenschaft sowie von Kanton, Stadt und Burgergemeinde Bern eingeladen. Geschichte der Französischen Kirche Ausstellung im Bernischen Historischen Museum Von Krieg und Frieden - Bern und die Eidgenossen Die gemeinsam mit dem Staatsarchiv und der Burgerbibliothek Bern präsentierte Ausstellung thematisiert die ebenso spannende wie wechselvolle Berner Geschichte vom Frühmittelalter bis zum Ende des Ancien Régime und die gemeinsame Geschichte mit der Eidgenossenschaft seit 1353. Auf 1'500 m2 machen einigartige Objekte, herausragende Kunstwerke und Originalurkunden die wichtigsten Epochen der schweizerischen Kulturgeschichte lebendig. Sie dauert vom 8. März - 30. November 2003. Bernisches Historisches Museum Mittelalterfestival im Museumspark Vom 16. - 24. August verwandelt sich der Helvetiaplatz vor dem Historischen Museum in einen farbenprächtigen mittelalterlichen Turnierplatz mit Tribüne für über 1000 Zuschauer. In einem atemberaubenden Schauspiel entführen die Tjosters, eine der erfolgreichsten Rittergruppen Europas, das Publikum in die Welt der mittalterlichen Turnierspiele. Im Schlosspark zeigt ein Feldlager der international zusammengesetzten Truppe der Company of Saynte George mittelalterliches Alltagsleben. Händler bieten ihre Waren feil und zeigen altes Handwerk. Nach mittelalterlichen Rezepten wird auch gekocht und ausgeschenkt. Für Kinder warten Ponyreiten, Bogenschiessen, Tretkran, Tiergehege und viele weitere Attraktionen. Vorverkauf Ritterturnier inkl. Eintritt Schlosspark und Museum über BZ-Billettzentrale, Zeughausstrasse 14, Bern. Tel. 031 327 11 88 oder Inszene-Ticket Tel. 0848 82 81 80 / www.inszene-ticket.ch Bernisches Historisches Museum Veranstaltungskalender Im Veranstaltungskalender des Jubiläumsjahres sind Veranstaltungen, Führungen, Vorträge und Exkursionen aufgeführt. Über 70 Exkursionen führen zu zähringischen Rittersälen, hochgotischen Glasfenstern, zur grössten Dachkonstruktion des bernischen Mittelalters, zu Burgen und Türmen, in Kirchen und Klöster. Im UNESCO Welterbe Bern und seiner Umgebung kann die Bevölkerung hochbedeutende Zeugnisse aus dem 13. und 14. Jahrhundert entdecken. Vorträge, Tagungen und Podiumsgespräche vertiefen nicht nur den Blick zurück in die Geschichte sondern sprechen auch Gegenwarts- und Zukunftsfragen an. Die Publikationen zum Jubiläum Berns mutige Zeit - Das 13. und 14. Jahrhundert neu entdeckt Mit Glück und Geschick stieg Bern im Mittelalter zur beherrschenden Kraft des burgundischen Raumes auf, mit der zu verbünden sich für die Eidgenossen 1353 lohnte. Dieser Aufstieg, als Berns mutige Zeit charakterisiert, wird erstmals in einer reich illustrierten Gesamtschau aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur nachgezeichnet. Den Autorinnen und Autoren ist ein farbiges Bild dieser Zeitspanne gelungen, das Fachleute und Laien gleichermassen begeistern wird. Herausgeber, Prof. Rainer C. Schwinges, Historisches Institut der Universität Bern Redaktion, Charlotte Gutscher-Schmid Bern – die Geschichte der Stadt im 19. und 20. Jahrhundert Stadtentwicklung, Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur Erstmals bietet ein Buch eine Gesamtschau der Stadtberner Geschichte von 1798 bis in die Gegenwart und beantwortet viele Fragen zur Entwicklung der Stadt. Aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet die leicht lesbare Publikation die Veränderungen der letzten 200 Jahre in den Bereichen Stadtentwicklung, Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur. Anna Bähler, Robert Barth, Susanne Bühler, Emil Erne, Christian Lüthi, Daniel Schläppi Eine Ausstellung in der Stadt- und Universitätsbibliothek Bern vom 24. Oktober 2003 bis April 2004 begleitet die Publikation. Bestellung Fax: +41 31 350 77 99 Email: shop@bhm.ch Online: www.staempfli.com |
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