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Republik Irak - Al-Jumhuriyah al-'Iraqiyah
Kriegsverbrechen im Irak Die amerikanischen Schlächter Krieg ohne Kampf Die Zerstörung des Irak im zweiten Golfkrieg In der Nacht vom 16. zum 17. Januar 1991 schienen die Sterne über dem Irak, kaum anders als 4000 Jahre zuvor, als Hammurabi in Babylon am Euphrat König war. Zur Erinnerung des Irak gehörte die grosse Bibliothek Ashurbanipals in Ninive am Tigris mit ihrer Sammlung aller existierender Schriften aus allen bekannten Sprachen und der legendäre «Palast Ohnegleichen», den es vor 3000 Jahren einmal gab. Die Träume Alexander des Grossen starben mit ihm in Babylon, als er vor über 2000 Jahren versuchte, die Welt zu erobern. 1258 verwüstete Kublai Khans Bruder Hulegu Bagdad und liess den Kalifen hinrichten; innerhalb zweier Generationen war das Reich der Khans wieder verschwunden. Und die Menschen bestellten weiter die Felder, bevölkerten die Städte und nahmen die Bruchstücke vieler Kulturen und Ethnien, die mit dieser Region in Berührung gekommen waren, in sich auf. In der Dunkelheit dieser frühen Stunde strömten der Euphrat und der Tigris ruhig dem Golf entgegen. Dieselben Sterne wurden zu stummen Zeugen eines weiteren, seiner Natur und seiner Intensität nach noch nie dagewesenen Ausbruchs menschlicher Gewalt. Der Wind wehte mild durch die Palmenblätter. In verdunkelten Städten, Ortschaften und Bauernhöfen versuchten Männer, Frauen und Kinder zu schlafen, obwohl sie nicht wussten, was die Nacht für sie bereithielt. In Kuwait warteten die noch verbliebene Bevölkerung und die durch Hunderttausende weiterer Soldaten im Südirak gedeckten irakischen Besatzungstruppen auf den Krieg. Südlich davon waren 540'000 US-Soldaten und 150'000 Soldaten aus weiteren Ländern in Alarmbereitschaft und fragten sich besorgt, was mit ihnen geschehen würde. Man hatte ihnen gesagt, sie würden direkt gegen einen gefährlichen und mächtigen Feind zu kämpfen haben. 110'000 Luftangriffe, 88'500 Tonnen Bomben Am 17. Januar 1991, morgens um 2.30 Uhr, fielen die ersten Bomben, und zweiundvierzig Tage lang flogen US-Flugzeuge durchschnittlich alle 30 Sekunden Angriffe auf den Irak. Durch den Einsatz von US-Technologie wurde die Wiege der Zivilisation zerstört, und US-Präsident George Bush sen. bezeichnete diesen Vorgang als Befreiung. Ohne auch nur einen Fuss auf irakischen Boden zu setzen oder in Kampfhandlungen mit irakischen Truppen einzutreten, zerstörte die US-Armee durch Luftangriffe und Raketen innerhalb von sechs Wochen systematisch Leben und lebenswichtige Infrastruktur im Irak. Innerhalb der ersten 24 Stunden wurden 2'000 Angriffe geflogen. Schon nach wenigen Stunden war die Stromversorgung des Irak zu 90 Prozent beschädigt oder zerstört. Wenige Tage später «floss kein einziges Elektron mehr». Bis in die letzten Tage des Krieges hinein nahmen viele Millionen Dollar teure Raketen Kraftwerke ins Visier, damit das Land weiter ohne Stromversorgung bleiben würde, während die Wirtschaftssanktionen die Kraft der Überlebenden schwächten. Nach weniger als drei Wochen berichtete die US-Presse über militärische Berechnungen, nach denen die Explosivkraft der zu diesem Zeitpunkt abgeworfenen Bombenlast bereits die der gesamten alliierten Luftoffensive während des Zweiten Weltkriegs überstieg. Insgesamt waren während des Luftkriegs gegen den Irak bei 110'000 Luftangriffen 88'500 Tonnen Bomben abgeworfen worden, das siebeneinhalbfache Äquivalent der Atombombe, die seinerzeit Hiroshima zerstörte. Es wurden landungsfreie Einsätze aus Entfernungen geflogen, die bis zur Barksdale-Luftwaffenbasis in Louisiana und zur Insel Diego Garcia im Indischen Ozean reichten - nur um zu zeigen, dass das möglich war. Von Schiffen und Unterseebooten im Indischen Ozean, im Golf und im Mittelmeer wurden Tausende von Raketen abgefeuert. Bei mehr als 93 Prozent der Bomben handelte es sich nicht um Lenkwaffen, und auch viele der lasergesteuerten Bomben und Raketen trafen nicht ihr Ziel. Unter den Waffen befanden sich auch fünf Tonnen schwere Benzin-Luft-Brandbomben, die eine Druckwelle annähernd der von Atomwaffen geringerer Stärke erzeugen. Über Basra und den von Autos verstopften Nationalstrassen wurden Fächerbomben mit 250 Minibomben abgeworfen, die über eine Fläche von einem halben Hektar 500'000 rasiermesserscharfe Hochgeschwindigkeitsschrapnelle ausstossen können. Napalmbomben wurden gegen Menschen und dazu eingesetzt, Bohrlöcher in Brand zu setzen. Kein Wasser, kein Strom, kein Telefon Schon nach drei Tagen gab es im Irak kein fliessendes Wasser mehr. Viele Wochen lang holten sich die Menschen in Bagdad - ohne dass Fernsehen, Radio oder Zeitungen sie hätten warnen können - ihr Trinkwasser mit Eimern aus dem Tigris. Die irakische Nachrichtenagentur und der Sender von Bagdad verloren sechs Funkstationen, zwölf Fernsehstationen und fünf Radiostationen. Das Telefonnetz des Irak wurde schon in den ersten Kriegstagen zerstört. Laut Bericht der Untersuchungsmission der Internationalen Union für Telekommunikation (ITU), die von Juni bis Juli 1991 im Irak bereiste, waren 400'000 der 900'000 Telefonverbindungen des Irak zerstört worden. Vierzehn zentrale Verbindungsstationen waren irreparabel zerstört und dreizehn weitere auf unbestimmte Zeit funktionsunfähig gemacht. Fehlende Kommunikationsmittel waren das grösste Hindernis für die Aufrechterhaltung organisierter sozialer Aktivitäten der Versorgung der Kranken und Verwundeten. Die Zerstörung der Transportverbindungen verschärfte das Problem noch. In einem Land, das sich um zwei Flüsse herum gruppiert, wurden 139 Auto- und Eisenbahnbrücken beschädigt oder zerstört, 26 davon allein in der Provinz Basra. Ferner wurden Nationalstrassen und andere Strassen getroffen, was das Reisen auf ihnen zum Alptraum macht. Strassenwachten wurden bombardiert, um die Reparatur der Strassen zu verhindern. Alle Arten von zivilen Fahrzeugen, Lastwagen, Busse und sogar Taxis entlang der grossen Strassen des Irak, wurden angegriffen. Angriffe auf alles, was lebenswichtig ist Die acht jeweils mehreren Zwecken dienenden grossen Dämme des Irak wurden wiederholt von Bomben getroffen und schwer beschädigt. Damit wurden Überflutungskontrolle, städtische und industrielle Wasserversorgung, Bewässerung und Wasserkraftgewinnung simultan ausser Funktion gesetzt. Vier der sieben Wasserpumpstationen des Irak wurden zerstört. Bomben und Raketen trafen 31 örtliche Wasser- und Abwasserwerke. Abwasser lief in den Tigris und in die Strassen Bagdads, wodurch zu den sonstigen Todesursachen noch durch Wasser übertragene Krankheiten hinzutraten. In Basra brach das Abwassersystem vollständig zusammen. Die Filteranlagen zur Reinigung des Wassers wurden landesweit in einen unbrauchbaren Zustand versetzt. Das Lager und Transportsystem des Irak für landwirtschaftliche Produkte und Nahrungsmittel wurde direkt und systematisch angegriffen. Bis dahin stammte die Hälfte der landwirtschaftlichen Produktion des Irak von bewässertem Land, und sämtliche Bewässerungssysteme für dieses Land - samt aller Vorratsbecken, Staudämme, Pumpstationen und Drainageprojekte - wurden angegriffen. Die Bauern konnten das Land nicht mehr be- und entwässern, wodurch die Nahrungsproduktion auf die Hälfte sank. In grossen Teilen der Provinz Basra drang Salzwasser in den Boden. In der Provinz Bagdad wurden mindestens drei, in der Provinz Asra sieben Warenlager mit Nahrungsmitteln getroffen, und in der Provinz Al-Quadissiya wurden sämtliche Warenlager der Allgemeinen Gesellschaft für Nahrungsmittel des Irak zerstört, ebenso wichtige Lager für Pestizide. Ferner wurden drei verschiedene Einrichtungen der Irakischen Datengesellschaft beschädigt. Die Viehherden wurden dezimiert - bis Sommer 1991 gingen von insgesamt zehn Millionen dreieinhalb Millionen Schafe, ausserdem zwei Millionen Rinder vor allem wegen Futtermangel verloren. Die Geflügelproduktion des Landes wurde zu 90 Prozent vernichtet. Im ganzen Land wurden methodisch Getreidesilos attackiert und Hunderte Bauernhöfe und Farmgebäude angegriffen. Die einzige Traktorenfabrik und die wichtigste Düngemittelfabrik des Landes wurden bei Bombenangriffen zerstört, bei denen sechzehn Menschen ums Leben kamen. Im Juni 1992, mehr als ein Jahr, nachdem der Irak aus Kuwait vertrieben worden war, ohne dass deshalb die Sanktionen aufgehoben worden wären, liessen die Vereinigten Staaten im Norden des Irak in der Nähe von Mosul Korn- und Weizenfelder mittels Brandbomben in Flammen aufgehen. Durch die US-Bombardements wurden 28 zivile Krankenhäuser und 52 örtliche Gesundheitszentren getroffen. Das Zubair-Krankenhaus in der Provinz Basra stürzte unter dem Bombardement vollständig ein. Im Psychiatrischen Krankenhaus Ibn Rashid südöstlich von Bagdad brachen die Decken auf die Betten der Patienten herunter. Im Ulwiyya-Entbindungshospital wurden Säuglinge und Mütter von Schrapnell- und Glassplittern getroffen. Die Ausbildungsklinik und Krankenpflegeschule in Hilla wurde bombardiert. Fünf medizinische Militäreinrichtungen des Irak wurden ebenfalls beschädigt. Die Bomben der Alliierten beschädigten 676 Schulen, 38 davon wurden völlig zerstört. Acht der getroffenen Schulen waren Teil von Universitäten. Selbst Moscheen, sonstige religiöse Gebäude sowie historische Stätten wurden von den Angriffen der USA nicht verschont, obwohl das Pentagon insistierte, sie hätten nicht zu den Zielen gehört. Nach amtlichen Berichten des Irak wurden allein in Bagdad 25 Moscheen getroffen; weiteren Berichten zufolge wurden darüber hinaus im Rest des Landes 31 Moscheen beschädigt. Während der ersten Februarwoche 1991 sah ich in Basra zwei Moscheen, die völlig zerstört waren, sechs schwer beschädigte Moscheen und drei beschädigte christliche Kirchen. Die 900 Jahre alte Kirche des Heiligen Thomas - die sich mehr als 1500 Kilometer von Kuwait entfernt, nämlich in Mosul befindet - wurde angegriffen, ebenso wie die Mutansiriya-Schule, eine der ältesten Islamschulen im Irak. Ferner wurden viele Fabriken von Bomben getroffen. Sieben Textilfabriken wurden beschädigt, ebenso wie fünf technische Fabriken, fünf Baubetriebe, vier Autofabriken, drei Chlorfabriken, eine grosse Fabrik zur Produktion von Ammonium für den Export und 16 chemische, petrochemische und Phosphatfabriken. Eine grosse Fabrik für Subkutanspritzen in Hilla wurde von lasergesteuerten Raketen getroffen. Alle drei grossen Zementfabriken des Irak wurden bombardiert. Zwölf grosse Baugesellschaften berichteten über ausgedehnte Beschädigungen ihrer Einrichtungen. Die Bagdader Fabriken der Al-Sa'ad-Gesellschaft, die Al-Balsam-Kosmetikgesellschaft, die Bagdader Gesellschaft für Rasierwaren, die Akad-Kleiderfabrik und die Muwaffak J. Janna-Fabrik wurden alle völlig zerstört. Die Ölindustrie des Irak war eines der wichtigsten Ziele. US-Flugzeuge trafen elf Ölraffinerien, fünf Pipeline- und Ölproduktionsanlagen sowie Pipelines für den Ölexport und zahlreiche Tanks zur Öllagerung. Drei Öltanker wurden versenkt und drei weitere in Brand gesetzt. Der Internationale Saddam-Flughafen und der Al-Muthana-Flughafen wurden angegriffen, ebenso die dort stehenden Passagier- und Frachtflugzeuge. Bahnhöfe und Eisenbahnumschlagplätze,Transportzentren, Busstationen und Fahrzeugabstellplätze wurden überall im Land systematisch attackiert. «Höllischer Alptraum aus Feuer und Rauch» Gleichzeitig mit dem Bombardement der Infrastruktur und der lebenswichtigen Einrichtungen des Landes wurden Tausende irakische Zivilisten getötet. Die Angriffe auf die lebenswichtigen infrastrukturellen Einrichtungen stellten sicher, dass viele weitere tausend Menschen sterben würden, die sich nicht einmal in der Nähe des Feuers der Gefechte befanden. Dr. Q. M. Ismail, der Direktor des Zentralen Saddam-Kinderkrankenhauses in Bagdad, hatte in der Nacht, als die Bomben zu fallen begannen, Dienst. 40 Säuglinge lagen in der Nähe ihrer Mütter in ihren Brutkästen. Als der Strom ausfiel, hörten die Brutkästen zu arbeiten auf. Inmitten des Kriegsdonners rings um sie herum rissen die verzweifelten Mütter ihre Kinder an sich und eilten in den Keller. Sechs Stunden später waren 20 der Kinder tot. «Diese 40 Mütter wurden beinahe wahnsinnig», erinnerte sich Dr. Ismail. «Ich werde den Anblick dieser Frauen nie vergessen.» Am 11. Februar berichtete die US-Presse auf Basis der Mitteilungen General Richard Neals über die Bombardierung Basras, Basra sei «eine Stadt von militärischer Bedeutung». (Wie Norfolk, Oceanside, Omaha, San Antonio, San Diego, Watertown und viele, viele andere amerikanische Städte?) Während der dritten Woche des Krieges war Basra «ein höllischer Alptraum aus Feuer und einem Rauch, der so dicht war, dass Zeugen sagten, über mehrere Tage hinweg sei die Sonne kaum zu erkennen gewesen. ... [Das Bombardement] hat ganze Strassenzüge dem Erdboden gleichgemacht ... [und es gibt] Bombenkrater von der Grösse eines Fussballfelds sowie eine enorm hohe Zahl von Opfern.» (Paul Walker, Direktor des Institute for Peace and International Security am MIT, zitiert in Los Angeles Times, 5. Februar 1991) Die Grossregion Bagdad wurde täglich bombardiert. Am 12. Februar berichteten Journalisten in Bagdad über mehr als 25 Explosionen in der Zentralregion der Stadt. Sechs Tage später führten die Alliierten ein heftiges, zwei Stunden währendes Bombardement durch, das um 23 Uhr begann. Ein Journalist schrieb über diesen Angriff: «Raketen begannen, an den Fenstern des al-Rashid-Hotels vorbeizufliegen. Vor dem Röhren hoch fliegender Flugzeuge im Hintergrund konnte man etwa alle zehn Minuten das Summen einer Lenkrakete hören, das von einer furchtbaren Explosion, die das gesamte Hotel erschütterte, gefolgt wurde.» (The Guardian, 20. Februar 1991) Zu den «harten Zielen» in Bagdad gehörte auch der Bombenbunker von Amariyah, der in den Morgenstunden des 13. Februar von zwei Raketen getroffen wurde, wobei Hunderte Zivilisten, hauptsächlich Frauen und Kinder, starben. Zwei Tage vor dem Waffenstillstand, am 27. Februar um 1.35 Uhr morgens, verkündete der Irak seinen Rückzug aus Kuwait. Offenbar als Antwort darauf wurde Bagdad ein weiteres Mal Ziel eines heftigen Angriffs, der von einem Bewohner als «schlaflose Nacht des Schreckens» beschrieben wurde. Tote des Feindes interessierten nicht Der Angriff auf das Militär des Irak, das kaum minder wehrlos war als die Zivilbevölkerung, war von unbarmherziger Härte. Auf das Militär wurden mehr als 40'000 Tonnen Bomben abgeworfen, oft in der Nähe der Zivilbevölkerung. B-52-Bomber bombardierten militärische Aufmarschgebiete aus extrem grosser Höhe. Schätzungen über die Zahl der irakischen Soldaten, die bis zum Ende des Bombardements getötet wurden, beliefen sich damals auf 100'000 bis 200'000. Am 22. März 1991 schätzte die Defense Intelligence Agency die militärischen Opfer des Irak auf 100'000. Kurz vor Ende des Bombardements, während die US-Truppen ihren Vormarsch auf Kuwait City und den Irak planten, meinte der US-General Kelly über die irakischen Streitkräfte: «Es wird nicht mehr viel von ihnen übrig sein.» Auf die Frage nach einer Schätzung der Zahl getöteter irakischer Soldaten und Zivilisten antwortete General Colin Powell: «Das interessiert mich nun wirklich nicht besonders.» General Schwartzkopf verfolgte eine strikte Politik, nach der die Toten unter der irakischen Bevölkerung nicht gezählt werden sollten. Beide Generäle verletzten mit ihren Praktiken internationales Recht, das die Achtung vor den Toten des Feindes, ihre Identifizierung, die Benachrichtigung ihrer Familien und das ihnen zustehende religiöse Begräbnis verlangt. Die Amerikaner wissen ja schliesslich, wie sie in bezug auf ihre in Vietnam und in früheren Kriegen vermissten Soldaten empfinden. Abschlachten in der Wüste Die USA behaupten, bei den Angriffen seien 4'300 Panzer und 1'856 Panzerfahrzeuge zerstört worden. Das Pentagon behauptet, allein die F-111-Flugzeuge hätten 1'500 Panzer zerstört, was durch Videoaufnahmen bestätigt sei. Nahezu alle diese Flugzeuge verwendeten lasergesteuerte Raketen mit abgereichertem Uran und hinterliessen über den gesamten Irak verstreut 900 Tonnen radioaktiven Abfalls, ohne sich in irgendeiner Weise um die Konsequenzen für das zukünftige Leben dort zu kümmern. Die Verbreitung von Tumoren, Krebs, Leukämie und anderen tödlichen Krankheiten hat in den letzten Jahren im Irak in alarmierender Weise zugenommen. Ärzte vertreten die Meinung, dass die Verstrahlung eine Hauptursache dieser Erscheinungen ist. In der Endphase der Bombenkampagne wurden Zehntausende irakische Soldaten schlicht und einfach ermordet. Im April 1991 wurde dem Europäischen Parlament folgende Beschreibung vorgetragen: «Hunderte, vielleicht Tausende irakische Soldaten begannen, unbewaffnet mit erhobenen Händen auf die US-Stellung zuzugehen und versuchten sich zu ergeben. Die betreffende Einheit hatte jedoch die Anweisung, keine Gefangenen zu machen. ... Die Kommandeure der Einheit eröffneten das Feuer, indem sie eine Anti-Panzer-Rakete durch einen der irakischen Soldaten schossen. Dabei handelt es sich um eine Rakete, die für die Zerstörung von Panzern gebaut wurde, aber hier wurde sie gegen diesen einen Mann eingesetzt. Zu diesem Zeitpunkt begannen alle in der Einheit zu schiessen. Es war ganz einfach eine Schlächterei.» (Mike Erlich vom Military Counseling Network, Aussage bei den Anhörungen vor dem Europäischen Parlament, März/April 1991) «Im Dunkeln zerfetzt» Der «Toronto Globe and Mail» brachte eine frühe Reuters-Meldung über den Bodenkrieg unter dem Titel «Im Dunkeln zerfetzt»: «Das erste Hightech-Video über die Bodenkämpfe im Krieg am Persischen Golf zeigt terrorisierte irakische Infanteristen, die von US-Kampfhubschraubern im Dunkeln in Fetzen geschossen werden. Einer nach dem andern wurde in Angst und Schrecken vor einem unsichtbaren Feind niedergemetzelt. Einige der Soldaten wurden durch explodierende, aus Kanonen abgefeuerte Granaten in Stücke gerissen. Andere flohen aus dem Schlaf gerissen in einem Feuersturm in ihre Bunker. Das Band wurde durch die Nachtsichtgeräte der Apache AH-64-Kampfhubschrauber aufgenommen, die die dunkelste Nacht in ein gespenstisches Tageslicht verwandeln. Nicht nur Journalisten, sondern auch abgehärtete Soldaten hielten den Atem an, als das erste Video in einem Konferenzzelt des 18. Luftwaffenkorps gezeigt wurde, desselben Korps, dessen Hubschrauberbesatzungen den Krieg als erste direkt zu den Irakis gebracht hatten ... Die Piloten der 6. Kavallerie sonnen sich in ihrer Tüchtigkeit. 'Mir war einfach nicht klar gewesen, wie es sein würde, da hochzufliegen und sie im Dunkeln total zu erledigen, und dabei wussten sie nicht mal, woher verdammt noch mal das ganze Feuer kam', sagte ein Soldat namens Balak aus Beemer, Nebraska. 'Rechts fliegt ein Lastwagen in die Luft, links neben dir explodiert der Boden. Sie hatten keine Ahnung, wo wir waren und wovon sie getroffen wurden', sagte er. 'Als ich zurückkam, sass ich da auf dem Flügel und lachte. Ich lachte nicht über die Irakis. Ich dachte an die Ausbildung, an die Erwartungen. ... Wahrscheinlich lachte ich über mich selbst ..., wie ich mich da hoch gestohlen und alles mögliche in die Luft gejagt hatte. Ein Typ kam zu mir rüber gelaufen, und wir klopften uns auf die Schulter und so, und er sagte: Mensch, ich hatte das Gefühl, als hätten wir mitten in einen verdammten Bauernhof geballert. Es sah aus, als hätte jemand den Schafstall aufgemacht.'» (Globe and Mail, 25. Februar 1991) Der Reuters-Bericht bestätigte demnach nicht nur, dass die irakischen Soldaten ihren Gegner überhaupt nicht sehen konnten, sondern auch, dass dies den US-Soldaten sehr schnell klar wurde. Es war, als würde man im Pferch gefangene Tiere schlachten. Ein Bericht von William Branigin in der «Washington Post» beschrieb, auf welches Bild die Erste Kavalleriedivision beim Einrücken in den Irak stiess: «Am Rand einer Pistenstrasse in der Wüste im Südosten des Irak stand ein Lastwagen, der zur Elitetruppe von Präsident Hussein, der Republikanischen Garde, gehört hatte. In ihm und um ihn herum lagen die Leichen von acht irakischen Soldaten. Das Areal um die Szenerie war mit Bändern abgesperrt wie der Tatort eines Verbrechens. Die kopflose Leiche eines der Soldaten lag unweit des Lastwagens auf dem Rücken. Ein anderer Körper war im Motorraum festgeklemmt. Zwei weitere Leichen lagen mit dem Gesicht nach oben im Bett des Fahrzeugs, und ihre Füsse schauten grotesk über den Rand heraus. Das war das grausige Gesicht des Krieges am Persischen Golf, eine Facette des Konflikts, die viele der jungen amerikanischen Soldaten, die an der alliierten Bodenoffensive gegen den Irak diese Woche teilnahmen, bis dahin noch nicht gekannt hatten. Nach Wochen eines weitgehend aus der Luft geführten Hightech-Krieges kamen die Schrecken des Bodenkriegs für einen Teil der Soldaten völlig überraschend. ... Schon jetzt haben Einheiten der Ersten Kavalleriedivision, die auf ihrem von Widerstand ungehinderten Weg durch den Südirak keinerlei Opfer zu beklagen hatten, erleben müssen, dass einige ihrer Soldaten durch Bomben oder Minen in dem Gebiet, das sie jetzt besetzt halten, getötet oder verwundet wurden ... Einige Meilen von diesem Fahrzeug entfernt wurde ein grosser Streifen Wüste, der offenbar der Republikanischen Garde als Trainingsgebiet gedient hatte, durch ein Bombardement aus der Luft verwüstet, bevor die US-Panzereinheiten hindurchfuhren. ... Das gesamte Gebiet war von Munitionsfragmenten übersät, darunter auch Hunderte von nicht explodierten gelben, aus Fächerbomben stammenden Einzelbomben, die im Sand steckten.» (Washington Post, 3. März 1991) «Truthahnschiessen» Die Berichte in der US-Presse mussten, obwohl sie vom Pentagon zensiert wurden und der Billigungspflicht durch das Militär unterlagen, unvermeidlich doch die gegen die Streitkräfte des Irak begangenen Kriegsverbrechen enthüllen. Die «New York Newsday» veröffentlichte am 31. März 1991 eine eindrückliche und umfangreiche Zusammenfassung über den Bodenkrieg. Dort wurde der Angriff auf eine völlig kampf- unwillige Armee beschrieben. Der Artikel berichtete über «einseitiges Grauen», Fahrzeuge mit weissen Kapitulationsfahnen, die zerstört wurden, und «konsternierte und ausgehungerte irakische Wehrpflichtige an der Front, die froh und glücklich waren, sich zu Tausenden zu ergeben». Er beschrieb, wie US-Piloten die Angriffe als «Truthahnschiessen» bezeichneten und Ladeeinheiten hastig Bombenflugzeuge neu beluden, damit die Bomber die Irakis «wie Fische in einem Fischteich» abschiessen konnten. Die «New York Newsday» berichtete noch über eine weitere Metzelei an irakischen Soldaten, die von General Schwartzkopf zwei Tage nach dem Waffenstillstand genehmigt wurde. US-Militärsprechern zufolge war es die umfangreichste Kampfhandlung während der Bodenkampagne des Golfkriegs, aber dennoch gab es keine amerikanischen Opfer. «Die Schlacht ereignete sich am 2. März, nachdem Soldaten aus der 7'000 Mann starken irakischen Einheit auf eine Patrouille der 24. Panzergrenadierdivision feuerten. ... 'Wir haben es ihnen wirklich besorgt', sagte einer der amerikanischen Kommandeure der Operation Wüstensturm, der ungenannt bleiben wollte ... ... Obwohl die Zahl der getöteten irakischen Soldaten immer noch unbekannt ist, hat New York Newsday Armeeaufnahmen der Kämpfe erhalten können, auf denen etliche offenbar getötete oder verwundete Elitesoldaten des irakischen Präsidenten Saddam Hussein zu sehen waren, während [amerikanische] Apache-Hubschrauber die Hammurabi-Division der Republikanischen Garde unablässig mit lasergesteuerten Hellfire-Raketen angriffen. 'Grüsst Allah von mir', sagte ein Amerikaner auf einer dieser Aufnahmen, Augenblicke, bevor ein Hellfire-Hubschrauber eines der 102 von den Apaches in Flammen gesetzten Fahrzeuge vernichtete. Obwohl McCaffreys Division über Hubschrauber mit Lautsprechern verfügte, wurden die Lautsprecher nie zur Verbreitung der Nachricht vom Waffenstillstand eingesetzt. 'Es war keine Zeit mehr, die Lautsprecher zu benutzen', sagt Lamar. Statt dessen massierte McCaffrey nach dem Angriff der Iraker um 6.30 Uhr Kampfhubschrauber, Panzer, Kampffahrzeuge und Artillerie für den amerikanischen Angriff, der um 8.15 Uhr begann. Laut Lamar war der Angriff kurz nach 12 Uhr zu Ende, und die Trümmer waren meilenweit über Strasse 8, die wichtigste im Tal des Euphrat verlaufende Strasse nach Bagdad, verstreut. Ein hoher Kommandeur der Operation Wüstensturm meinte, die Einzelheiten über den nach dem Waffenstillstand erfolgten Angriff seien seinerzeit zurückgehalten worden, obwohl Beamte in Riyad und Washington schon kurz nach Ende der Schlacht über das Ausmass von Tod und Zerstörung Bescheid wussten. ... 'Wir waren genau [über die Zerstörung] informiert, aber so direkt nach dem Waffenstillstand machte das keinen guten Eindruck', sagte der Wüstensturm-Offizier. ... Die Kampfaufnahmen vom Angriff am 2. März zeigen, wie die Apaches Fahrzeuge zerstörten, um eine Strassensperre zu schaffen, so dass die Hammurabi-Division nicht auf der Nationalstrasse entkommen konnte, die über den nahegelegenen Haw-al- Hammar-Sumpf verläuft. 'Ye-HAH', sagte eine Stimme. An einer Stelle der Aufnahme rennt ein irakischer Soldat genau in dem Augenblick vor einem Panzer her, in dem die Hellfire-Rakete explodiert und den Soldaten zusammen mit zerfetzten Metallstücken in die Luft schleudert.» (Patricl Sloyan, «Buried Alive», Newsday, 12. September 1991) Lebendig begraben Das Pentagon verfügt über dokumentarisches Material einschliesslich mehrerer Stunden von Videobändern über diesen tödlichen Angriff auf eine praktisch wehrlose irakische Einheit. Monate später berichtete Newsday über den vielleicht furchtbarsten Vorfall von allen. Während der ersten beiden Tage der Bodenoffensive waren Tausende irakische Soldaten lebendig begraben worden. «Nach Auskunft von Sprechern der US-Armee setzt die US-Division, die die vorgeschobenen Verteidigungslinien Saddam Husseins durchbrach, auf Panzer montierte Pflüge und kriegstaugliche Erdbewegungsgeräte ein, um über eine Front von mehr als hundert Kilometern Tausende von irakischen Soldaten - von denen einige noch lebten und ihre Waffen abfeuerten - in ihren Schützengräben zu begraben. In den ersten beiden Tagen der Bodenkämpfe der Operation Wüstensturm machten drei Brigaden der Ersten Panzergrenadierdivision - der 'Grossen Roten' - von dieser grausigen Neuerung Gebrauch, um Schützengräben und Bunker zu zerstören, die nach Schätzungen von Armeesprechern mit mehr als 8'000 irakischen Soldaten bemannt waren. Während sich etwa 2'000 der Soldaten ergaben, wurden die irakischen Toten und Verwundeten zusammen mit den Soldaten, die Widerstand leisteten und immer noch ihre Waffen abfeuerten, nach Aussage von Teilnehmern dieses sorgfältig geplanten und geübten Angriffs unter Tonnen von Sand begraben. 'Als wir uns das Ganze ansahen, war ausser denen, die sich ergeben hatten, niemand mehr übrig', sagte Captain Bennie Williams, dem für seine Rolle bei diesem Angriff der Silver Star verliehen wurde. Diese beispiellose Kampfmethode wurde bisher nicht öffentlich gemacht. ... 'Nach allem, was mir bekannt ist, könnten wir Tausende getötet haben', sagte Oberst Anthony Moreno, der Kommandeur der Zweiten Brigade, die den Angriff auf die schwersten Befestigungen führte.» (Newsday, 12. September 1991) Weiter hiess es in dem Artikel, nachdem die erste Welle der Bulldozer die irakischen Verteidiger ausser Gefecht gesetzt habe, habe eine zweite Welle die Schützengräben mit Sand gefüllt, um sicherzustellen, dass keiner der Verwundeten überleben würde. Viele der Menschen, die während ihrer Flucht aus Kuwait massakriert wurden, waren gar keine irakischen Soldaten, sondern Palästinenser, Sudanesen, Ägypter, Filipinos und sonstige Gastarbeiter. Sie versuchten zu fliehen, um ihr Leben zu retten. Über die «Strasse des Todes» zwischen Kuwait und Basra berichtete Newsday: «Bei den Fahrzeugen auf den Fotos handelte es sich in grosser Mehrheit um Autos, Busse sowie militärische und zivile Lastwagen, die neben einigen Zivilisten offenbar irakische Soldaten samt ihrer Gewehre und grosser Mengen in Kuwait geplünderter Güter transportierten. Journalisten beschrieben einen Abschnitt der Nationalstrasse als eine beinahe ununterbrochene Mauer aus zerstörten und feuergeschwärzten Fahrzeugen, die sich in einem Chaos aus zertrümmertem, verbogenen Metall aufeinander türmten; da lagen zermalmte Sammeltaxis, unter Bussen platt gewalzte Autos und andere Wagen, die sich überschlagen hatten. Panzerrohre zeigten bizarr in den Himmel, während der Rest des Panzers umgestürzt auf der Seite lag. In einem der fotografierten Strassenabschnitte waren weniger als ein Zehntel der Fahrzeuge Panzer, Truppentransporter oder Artilleriegeschütze. ...» (Knute Royce und Timothy Phelps, «Pullback a Bloody Mismatch», Newsday, 31. März 1991) Der aus North Carolina stammende GI Mike Ange beschrieb, was er gesehen hatte, folgendermassen: «Ich ging also hin und sah mir zwei Autos aus der Nähe an, in denen wahrscheinlich Flüchtlinge versucht hatten, aus dem Kampfgebiet zu kommen. Das eine war ein Toyota-Kleinlaster, der auf der gesamten Ladefläche mit Möbeln und Koffern und Teppichen und der Katze und ähnlichem Kram vollgeladen war, und kleine Laster wie diesen blies es ebenso weg wie die Militärfahrzeuge.» (Bill Moyers, PBS- Sonderbericht: Nach dem Krieg, Frühling 1991) Kaum Verluste der USA Die Bombardierung des Irak kostete unmittelbar mehr als 150'000 Menschenleben und liess ein gebrochenes, am Boden liegendes Land zurück. Die Bomben töteten wahllos, zum grössten Teil Irakis, aber auch Angehörige anderer Nationen. Unter den Toten befanden sich Muslime und Christen, Kurden und Assyrer, Junge und Alte, Männer, Frauen, Kinder und Säuglinge. Während 110'000 Lufteinsätzen verloren die USA 38 Flugzeuge, und diese wahrscheinlich allesamt durch Maschinenversagen, Fehler der Piloten und Unfälle. Diese Verlustrate war niedriger als bei Manövern, wo keine scharfe Munition verwendet wird. Keine einzige der B-52, die den Irak mit einem Bombenteppich von 27'500 Bomben eindeckten, ging verloren. Bei den grossen Bombenangriffen auf Deutschland im Zweiten Weltkrieg betrugen die Verluste bis zu 25 Prozent der beteiligten Flugzeuge. Die Gesamtzahl der US-Verluste einschliesslich der 37 Soldaten, die laut offiziellem Eingeständnis durch «freundliches Feuer» ums Leben kamen, lag laut Pentagon bei 148 Toten. Die USA haben ihre Angriffe auf den Irak seitdem weiter fortgesetzt, wobei sie ihre Luftwaffe, die den Himmel über dem Land Tag und Nacht kontrolliert, sowie die Lenkraketen einsetzen, die von der enormen Anzahl von US-Militärpositionen in der Region, zu denen auch die grösste Flottenmassierung seit dem Zweiten Weltkrieg gehört, abgefeuert werden. Während die USA den Irak weiterhin als gefährlich und als Bedrohung für den Frieden hinstellen, unterhalten sie ihrerseits ein Kernwaffenarsenal, das weit grösser ist als das sämtlicher anderer Länder zusammen. Im Steuerjahr 1996 betrugen ihre Militärausgaben 264 Milliarden Dollar; die Vergleichszahlen für die Russische Föderation und die Volksrepublik China liegen bei 47 Milliarden bzw. 32 Milliarden Dollar. Das Bruttosozialprodukt des Irak, mit dem dieser sämtliche Bedürfnisse seiner Bevölkerung befriedigen muss, lag dagegen bei 11,5 Milliarden Dollar - weniger als fünf Prozent der Militärausgaben der USA. Mit einer Arroganz, die ihrer Gewalttätigkeit das Wasser reichen konnte, forderten die USA dann eine Untersuchung der vom Irak an US-Soldaten und Bürgern Kuwaits begangenen Verbrechen durch den UN-Sicherheitsrat. Dies war ein Vorläufer späterer Forderungen der USA nach strafrechtlichen UN-Anklagen gegen Serben, Hutus, Pol Pot sowie - nach dessen Tod - noch lebende Mitglieder der Roten Khmer, Saddam Hussein und andere, während sie sich gleichzeitig einem unabhängigen Internationalen Strafgerichtshof, der allen gleichen Schutz unter dem Gesetz bieten könnte, widersetzten. In Wirklichkeit gab es keinen Krieg. Keinen Kampf. Es gab lediglich einen planvollen, systematischen Völkermord an einer wehrlosen Bevölkerung, wobei die Täter kaum einen Fuss auf irakischen Boden setzen mussten. Als Dr. Martin Luther King 1967 kommentierte, «der grösste Anstifter zur Gewalt auf der Welt» sei «meine eigene Regierung», konnte er sich nicht einmal in seinen schlimmsten Alpträumen vorstellen, was die USA später dem Irak antun würden. Von Ramsay Clark; Übersetzung: Michael Schiffmann Ramsay Clark war unter Lyndon B. Johnson Justizminister der USA, wurde danach zum scharfen Kritiker der US-Politik im Innern und Äusseren und gründete 1993 zusammen mit anderen politischen Aktivisten das International Action Center www.iacenter.org Vorabdruck aus dem im April 2001 bei PapyRossa erscheinenden Buch: Der Irak - ein belagertes Land. Die tödlichen Auswirkungen von Krieg und Embargo. Hg.: Rüdiger Göbel, Joachim Guilliard, Michael Schiffmann |
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