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Die neuen Herrscher der Welt und ihre globalen Widersacher

Wir brauchen keinen Hurrikan, wir brauchen keinen Taifun, denn was er an Schrecken tun kann, das können wir selber tun.
Weil/Brecht, Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny




Im Lauf der letzten zehn Jahre hat sich der Welthandel versechsfacht, unermessliche Reichtümer wurden erwirtschaftet. Doch das Licht der Globalisierung erstrahlt nur so hell, weil man die im Dunkeln ausblendet. Jean Ziegler, Bestseller-Autor kritischer politischer Bücher und UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, zeigt die Schattenseiten des modernen Raubtierkapitalismus, beschreibt seine Entstehung, porträtiert seine Nutzniesser von der Welthandelsorganisation (WTO) bis zur Weltbank und ruft vehement zum Widerstand auf gegen diese globale Verirrung. Seine Hoffnung beruht auf einer neuen weltweiten Zivilgesellschaft, die sich dem faulen Zauber entschlossen entgegenstellt.

Eine provozierende und schonungslose Demaskierung der Strippenzieher und Nutzniesser der Globalisierung, die den Nerv des Publikums in Zeiten von Attack und wachsender Globalisierungskritik trifft. Der reichste Mann der Erde, Bill Gates, besitzt so viel Geld wie die ärmsten 120 Millionen US-Bürger zusammen. Während manche nationalen Unternehmen Gewinne einfahren, die dem Haushalt eines mittleren Staates wie Österreich oder Dänemark entsprechen, stirbt alle sieben Sekunden irgendwo auf der Erde ein Kind unter zehn Jahren an Unterernährung. Diese Kinder sind nicht die einzigen, die den neuen Spielregeln zum Opfer fallen, die heute, nach dem Ende des Kalten Kriegs und der Selbstetablierung der USA als einziger verbliebener Supermacht, die Welt beherrschen. Die neuen Herren der Welt diktieren nur eins: den grenzenlosen Profit.

Die Protagonisten des Raubtierkapitalismus akkumulieren grenzenlose Gewinne, korrumpieren und zerstören den Nationalstaat, treiben Raubbau an der Natur und vernichten die Mehrheit der Menschen durch Hunger, Durst, Seuchen und Verelendung. Wie konnte es zu dieser Situation kommen? Wer sind diese neuen Herren der Welt, die das globalisierte Finanzkapital beherrschen? Woraus speist sich ihre Macht? Und: Wie kann man sie bekämpfen? Jean Ziegler gibt ebenso gründlich recherchierte wie leidenschaftlich formulierte Antworten. Er enthüllt das wahre Gesicht der globalen Profiteure, analysiert ihre Sprache, prangert ihre Methoden an. Und er wirft ein schonungsloses Licht auf die willigen Helfer und ergebenen Söldner der Raubtierkapitalisten, auf jene über jeden Verdacht erhabenen Organisationen wie Weltbank, Internationaler Währungsfonds (IWF) und Welthandelsorganisation (WTO).

Jean Ziegler ist den Menschen, die er porträtiert, oft begegnet, in den Räumen der UNO, den Redaktionsstuben der grossen Zeitungen und den Büros der Bankiers ebenso wie in den Armutsvierteln oder auf Marktplätzen, als Sonderberichterstatter der UN kennt er manche der internationalen Institutionen, die er kritisiert, von innen. Aber darüber hinaus ist er bestens vertraut mit den Organisationen des Widerstands.

Autor

Jean Ziegler, geboren 1934 im schweizerischen Thun, lehrt Soziologie an der Universität Genf, ist ständiger Gastprofessor an der Sorbonne/Paris und UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung. Jean Ziegler wurde in jungen Jahren geprägt von seiner Freundschaft zu Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir sowie durch einen zweijährigen Afrika-Aufenthalt als UN-Experte nach der Ermordung Patrice Lumumbas. (Ich habe mir geschworen, nie wieder, auch nicht zufällig, auf der Seite der Henker zu stehen.) Bis 1999 war Jean Ziegler Nationalrat im Parlament der Schweizer Eidgenossenschaft. Seine zahlreichen Publikationen (Die Schweiz wäscht weisser, Die Schweiz, das Gold und die Toten, Die Barbaren kommen u.v.a) haben weite Kreise ziehende Skandale ausgelöst und ihm internationales Ansehen, in seinem eigenen Land jedoch den Ruf des Nestbeschmutzers eingetragen.

Jean Ziegler
Die neuen Herrscher der Welt und ihre globalen Widersacher
C.Bertelsmann
Originaltitel: Les Nouveaux Maitres du Monde
Originalverlag: Librairie Arthème Fayard, Paris 2002
Übersetzer: Holger Fliessbach
Umfang: 320 Seiten
ISBN: 3-570-00679-4
Erscheinungstermin: Februar 2003

www.pressdepartment.de


Jean Ziegler
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