|
home info museen galerien events künstler epochen enoteca italia maroc gayCH kochen news |
g26.ch lifestyle
Kohl - das vielseitige Supergemüse Der hohe gesundheitliche Wert von Kohlgemüse wird allseits geschätzt, aber oft führt sein Genuss zu Blähungen. Das muss nicht sein! Tipps und Tricks, wie Sie dem Kohl den Wind aus den Segeln nehmen. Schon in der Antike geschätzt In allen alten Kulturen rund um das Mittelmeer und sogar in China wurden die gesundheitlichen Wirkungen des Kohls geschätzt. Seeleute ernährten sich während ihrer langen Fahrten von Kohl und Kraut und auch unsere Urgrosseltern deckten im Winter damit ihren Vitamin-C-Bedarf. Vielfältige Kohlfamilie Botanisch gesehen gehört der Kohl zu den Kreuzblütlern. Alle heute bekannten Sorten lassen sich auf eine einzige Urpflanze zurückführen, die Brassica oleracea. Ihre Nachfahren sind in ihrer Erscheinungsform äusserst vielfältig: z.B. Weiss- und Rotkohl mit festen Köpfen, Wirz und Chinakohl als lockere, salatartige Sorten. Auch der Blumenkohl, der mit ihm verwandte Broccoli und der Rosenkohl sind aus derselben Familie. Und auch der Kohlrabi gehört genauso dazu wie die entfernten Verwandten Radieschen und Rettich. Kohl enthält mehr als nur Aroma Alle Kohlsorten sind reich an Vitamin C (mit 100g Kohl lässt sich der Tagesbedarf decken) und enthalten wertvolle Mineralstoffe wie Eisen, Calcium und Magnesium sowie die für die Verdauung wichtigen Ballaststoffe. 100 Gramm Federkohl enthalten mehr Eisen als die gleiche Menge Schweinskotelett und fast genauso viel Calcium wie ein Glas Milch (Milch ist jedoch die bessere Calcium-Quelle). Auch die Folsäure, ein für den Zellstoffwechsel wichtiges B-Vitamin, ist in vielen Kohlarten in hohen Mengen vertreten. 100 Gramm Wirz z.B. decken fast ein Viertel des täglichen Folsäurebedarfs. Nicht zu übertreffen ist das Kohlgemüse, was seinen Gehalt an Sekundären Pflanzenstoffen (49 verschiedene!) betrifft. Mehrere Studien der letzten Jahre belegen, dass ein erhöhter Verzehr von Kohl mit einem geringeren Vorkommen bestimmter Krebsarten einhergeht. Sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamin C und Ballaststoffe wirken in Kombination als Antioxidantien und machen den Kohl zu einem eigentlichen Antikrebs-Gemüse. Frost macht den Kohl erst zum Supergemüse Kohl ist ein klassisches Wintergemüse und schmeckt in vielen Zubereitungsarten köstlich. Er muss allerdings draussen auf dem Feld den ersten Frost erlebt haben, damit er seine volle Kraft entwickelt. Der Frost stabilisiert eine Reihe von Wirkstoffen, die dann vom Organismus besser aufgenommen werden können. Kohl, der aus dem Frost kommt, schmeckt nicht nur kräftiger, sondern enthält mehr Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Enzyme. Nicht nur der Kohl verursacht Blähungen Blähungen sind lästig. Man fühlt sich unwohl in seiner Haut und meidet sogar die Gesellschaft anderer Menschen. Der unangenehme Geruch wird durch Darmbakterien verursacht, die schwefelhaltige Gase produzieren. Meist sind die Blähungen ernährungsbedingt. Nicht nur Kohl, sondern auch Sauerkraut, Zwiebeln und Hülsenfrüchte können sie auslösen. Auch zu hastiges Essen, bei dem man viel Luft schluckt, übermässiger Zucker- oder Fettkonsum sowie Stress, mangelnde Bewegung oder zu wenig Flüssigkeitsaufnahme können Ursachen dafür sein. Von allen Kohlarten verursacht Chinakohl am wenigsten Blähungen. Er kann auch roh als Salat gegessen werden, wobei ein Maximum der wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleibt. Wie Sie dem Kohl den Wind aus den Segeln nehmen Um Blähungen zu vermeiden, Kohl ein bis zwei Tage in den Tiefkühler legen, denn die Kälte macht ihn besser verdaulich. Die Zugabe von Kümmel- und Fenchelsamen oder einem Stück geriebener Ingwerwurzel beugt Blähungen ebenfalls vor. Wer Kümmel nicht mag, kann die Samen in einen Kaffeefilter füllen, zubinden, zum Gemüse ins kochende Wasser legen und am Schluss wieder herausnehmen. Sollten sich doch Blähungen einstellen, lindern Salbei-, Kümmel- oder Anistee nach dem Essen die Beschwerden. Das Kauen eines Stücks Ingwerwurzel kann ebenfalls helfen. Es gibt auch äusserliche Anwendungen: nach dem Essen eine Wärmflasche auf den Bauch legen oder je 3 Tropfen Pfefferminz-, Basilikum- und Mandelöl mischen und damit den Bauch massieren. Wenn ganz starke Blähungen auftreten, legt man sich am besten in Bauchlage auf den Boden. Bewegung und Sport bringen den Darm ebenfalls in Schwung, denn dabei wird der Darm massiert, und das beschleunigt den Weitertransport der Nahrung. Vom Verdauungsspaziergang bis zum Ausdauersport ist alles erlaubt. |
|