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Weltgeschichte Geschichte der gesamten Menschheit und der Versuch, sie im Zusammenhang des Geschehens wissenschaftlich darzustellen (in diesem Sinn auch Universalgeschichte). Als Gattung verdankt die Weltgeschichte ihr Entstehen dem Christentum und seiner Auffassung von Geschichte als universalem Heilsgeschehen. Die jeweiligen Gesichtspunkte, nach denen ein linearer Geschichtsverlauf konstruiert wird, wechselten, z. B. fortschreitende Kulturentwicklung (Voltaire), Fortschritt im Bewusstsein der Freiheit (Hegel) oder Entwicklung zur klassenlosen Gesellschaft (Marx).In der Praxis der gegenwärtigen Geschichtswissenschaft und Geschichtsschreibung hat die weltgeschichtliche Betrachtungsweise aber an Bedeutung verloren. Menschheitsgeschichte Etwas über 60 Millionen Jahre (3%) dauert nun die Neuzeit der Erde (Neozoikum); davon füllte das Tertiär mit seinen Abteilungen Paläozän, Eozän, Oligozän, Miozän und Pliozän bereits 60 Millionen. Die Säugetiere breiteten bereits eine Fülle von Ordnungen aus, Menschenaffen erschienen vor 45 Millionen Jahren. Rund 600'000 Jahre rechnet das Quartär, wovon wiederum etwa 575'000 auf das Eiszeitalter (= Diluvium oder Pleistozän) und knappe 25'000 auf die Erdgegenwart (= Alluvium) entfallen. Vier grosse Vorstösse schoben während des Pleistozän Eispanzer über die polnahen Breiten und die Gebirge; die Eiszeiten (Glaziale) sind nach den südbayerischen Flüssen Günz (von 590'000 bis 550'000), Mindel (von 476'000 bis 435'000), Riss (von 230'000 bis 187'000) und Würm (von 115'000 bis 25'000) benannt. Eine andere Benennung rechnet das untere Pleistozän bis zum Ende der Mindeleiszeit, das mittlere bis zu dem der Risseiszeit, das obere bis zum Ausgang der Würmeiszeit. Die Zeitenfolge ist heute neben den geologischen, astronomischen, botanischen und chemischen Methoden vor allem durch die atomphysikalische Messung des Zerfalls des radioaktiven Kohlenstoffisotops C14, bei einer Fehlermöglichkeit von nur 5%, gesichert. Drei Zwischeneiszeiten (Interglaziale) waren eingelagert. Das Klima wurde jeweils wärmer, das Eis schmolz zurück und das Leben drang vor. Und mit ihm der Mensch. Raum, Mensch, Geschichte / Hirten und Bauern Der Mensch folgte den Vegetationsgürteln. In den Steppen und Savannen, vor allem in den Flachländern des nördlichen Eurasiens zähmte und züchtete er Grossvieh und zog als Hirte über die Horizonte, unstet schweifend, ausspähend nach besseren Weiden, planend Wachstum und Ertrag der Herden. Oder er stieg, wie die Mythe weiss, von den Höhen in die üppigen Talschaften, deren Fruchtbarkeit nie versiegte, weil die periodischen Hochwasser die jungen Schwemmlandböden der Uferstreifen mit fettem Schlamm düngten. Verstand er sich den Überschwemmungen anzupassen, fand er dort die Voraussetzungen für den Anbau des Ackers. Er wurde Bauer, Bauer des Feldes und des festen Hauses, sesshaft nach Plan und Vorrat wirtschaftend. Nur die Naturdünger der Täler erlaubten ununterbrochenen Anbau. Trocknere Lössböden luden ebenfalls zum Ackerbau ein, wurden aber nach Jahren wohl wegen Erschöpfung verlassen. Häufiger musste man auf schlechten Böden wandern, die man möglichst mied. Der Übergang zum Ackerbau ausserhalb der grossen Stromtäler war schwieriger und dauerte lange. Viehzucht musste daneben betrieben werden. Der Pflanzer war dort nicht im vollen Sinne Bauer, sondern ackerbauender Halbnomade, Wanderbauer, periodisch sesshaft, aber doch nicht am Boden verwurzelt. Weltgeschichte Das Gebiet ist so umfassend, dass wir nach und nach nur einzelne Bereiche verlinken werden. Betrachten Sie diese Aufstellung als Gedankenstütze. Im Moment sond 0 Bereiche verlinkt. Die Alten Reiche Memphis und Theben | Sumer, Akkad, Babylon | Kreta | Indoeuropäer | Arier | Achäer | Hethiter Das Staatensystem zwischen Tigris und Nil | Ägyptens neues Reich | Die zweite indoeuropäische Welle | Staaten in Kanaan | Die Zeit der Hyksos | Assur | Die Welt der Antike Griechen | Adelswelt | Kriegerwelt | Poliswelt | Tyrannis und Demos | Griechischer Geist | Verfassung Etrusker und Römer | Kelten | Die Perser und ihr Reich Das hellenische Jahrhundert | Abwehr der Perser | Attisches Seereich | Kunst der Perikleischen Zeit | Geschichtsschreibung | Bruderkrieg | Philosophie Rom und Italien Alexanderreich und Hellenismus | Diadochen | Philipp von Makedonien | Alexander der Grosse Glauben, Religionen Hinduismus | Islam | Buddhismus | Christentum | Kungfutse und Buddha China und Kungfutse | Indien und Buddha | Kungfutse und Buddha Esoterik und Okkultismus Gnostizismus | Satanismus | Theosophie Begriffe Prähistorisches Zeitalter - Homo erectus Vor etwa einer Million Jahren begann eine neue Epoche der Menschheitsgeschichte: Die Menschen gewannen die Gewalt über das Feuer, das nun gehegt wurde, aber auch selbst entfacht werden konnte, wobei Bohr- und Reibtechniken offenbar älteren Datums sind als Schlagtechniken, bei denen Feuersteine und Schwefel genutzt wurden. Die frühen Menschen breiteten sich vom tropischen Ausgangsraum in subtropische und gemässigte Zonen aus, wobei die Grenzen der Ökumene - des von Menschen bewohnten Teils der Erdoberfläche - durch den Wechsel der Warm- und Kaltphasen des Eiszeitalters teils erweitert, teils verkürzt wurden. Noch blieb Afrika der Mittelpunkt der Menschheit, doch kamen immer weitere Teile Asiens und des südlichen Europas hinzu. Ein neuer Menschentypus - Homo erectus genannt - hatte sich vor etwa 1,5 Millionen Jahren oder noch früher herausgebildet. Spezielle Steinwerkzeuge, besonders die Faustkeile wurden entwickelt und standardisiert. Dies setzte auch eine höhere sprachlich-begriffliche Entwicklung voraus. Lanzen und Keulen aus Holz können nun nachgewiesen werden. Steinzeit - Neolithische Revolution Der jüngere Abschnitt der Steinzeit, in dem Werkzeuge - besonders die Beilklingen - geschliffen wurden, wird seit 1865 in der Forschung Neolithikum (griechisch, Jungsteinzeit) genannt. Die neuen Werkzeuge fallen gegenüber den geschlagenen Geräten der älteren Zeit deutlich ins Auge, zumal sie als Donnerkeile im Volksglauben schon seit der Antike bekannt waren. Aber es war mehr, was die Periode des geschliffenen Steins von der des geschlagenen trennte: Keramik, Haustiere, Kulturpflanzen, vor allem aber dörfliche Siedlungen mit Häusern aus Holz und Lehm, die es den Menschen erlaubten, sich von der durch Jagen und Sammeln geprägten aneignenden Wirtschafts- und Lebensweise zu lösen. Neues wurde produziert, etwa Gegenstände aus Keramik, die erste Umwandlung anorganischer Stoffe. Einige Tierarten wurden domestiziert, viele Pflanzenarten kultiviert. Kupferzeit - Sumerer Sumer ist der aus dem Akkadischen abgeleitete Name für den südlichen Teil Mesopotamiens, den die Sumerer selbst - zunächst auf das Gebiet um Nippur beschränkt - Kengir nannten. Wann und woher die Sumerer, die seit dem Ende des 4. Jahrtausends v.Chr. in diesen Gebieten nachweisbar sind, einwanderten, ist ungeklärt. Sie siedelten in den Flusstälern, wo sie dem Hochwasser im Herbst und im Frühjahr entgegentraten, Sümpfe trockenlegten und durch Bewässerungssysteme mit Kanälen, Gräben, Rinnen und Hebewerken die angrenzende Steppe in fruchtbares Ackerland verwandelten. Ihre bedeutenden Städte waren Eridu, Uruk, Ur, Umma, Lagasch und Girsu im heutigen Südirak, Adab und Nippur im mittleren Irak sowie weiter nördlich Kisch, Sippar und Eschnunna. Bronzezeit Als die Abfolge von Stein- über Bronze- zur Eisenzeit Anfang des 19. Jahrhunderts bewiesen wurde, gab es eine heftige Diskussion über die Gültigkeit dieses Dreiperiodensystems, und es zeigte sich bald, dass von einer Bronzezeit, die vom Ende des 3. bis zum Beginn des 1. Jahrtausends v.Chr. dauerte, nur in einer begrenzten Zone gesprochen werden kann. In Afrika südlich der Sahara sowie in Teilen Nordeurasiens wurden steinzeitliche Verhältnisse unmittelbar von eisenzeitlichen abgelöst. In Amerika war es in vorkolumbischer Zeit nur in einigen Regionen zur Verwendung von Kupfer auch für Werkzeuge und Waffen gekommen. Die Hochkulturen im Niltal und in Mesopotamien begannen zwar ebenfalls schon mit der Verwendung von Kupfer, doch wird die Übernahme der Bronze dort nicht für so epochal gehalten wie die Abfolge der Herrscherdynastien. Selbst bei bronzezeitlichen Hochkulturen wie der des Hethiterreiches oder der Shang- und Zhou-Dynastien wird diese Zuordnung oft nur beiläufig erwähnt. Dunkles Mittelalter - Völkerwanderung Als eigentliche grosse (germanische) Völkerwanderung gelten die Wanderungsbewegungen, die durch den Einbruch der Hunnen in Europa nach 370 ausgelöst wurden. Während die Hunnen 375 das Gotenreich in der heutigen Ukraine zerstörten (wozu auch eine innergotische Krise beitrug), wich der grössere Teil der Goten unter Frithigern über die Donau auf römisches Gebiet aus und wurde 376 von Kaiser Valens in Moesien (im heutigen Bulgarien) angesiedelt; doch ein Aufstand dieser Goten führte 378 zur Schlacht bei Adrianopel, in der Valens fiel. Kaiser Theodosius der Grosse schloss 382 mit ihnen Frieden. Unter Alarich, der 395 zum König erhoben wurde, fiel der später Westgoten genannte Teil 401 in Italien ein und plünderte 410 Rom. Nach Alarichs baldigem Tod wandten sich die Westgoten Südgallien zu und errichteten nunmehr als Verbündete Roms ein Reich mit der Hauptstadt Tolosa (Toulouse), das sich allmählich bis nach Spanien ausdehnte. Im Kampf gegen die Franken 507 fast ganz auf Spanien beschränkt, erlagen sie 711 dem Ansturm der Araber. Mittelalter - Rittertum Aus drei Ständen, nämlich aus Betern (oratores), Kriegern (bellatores) und körperlich Arbeitenden (laboratores) setze sich die Gesellschaft zusammen, heisst es seit dem Ende des 10. Jahrhunderts immer wieder in mittelalterlichen Traktaten. Diese Feststellung ist natürlich kein getreues Abbild der gesellschaftlichen Wirklichkeit; sie zeigt aber, dass man den Ort der Menschen in der Gesellschaftsordnung durch eine Art berufsmässiger Tätigkeit bestimmt sah. Einer der Gründe für die Ausbildung eines Berufskriegerstandes lag in der Militärtechnik: Die Krieger (milites) kämpften zu Pferde; sie waren berittene Krieger, also Ritter, ausgerüstet mit Schild und Lanze, eisernem Kettenhemd oder gepanzerter Rüstung. Diese Art des Kampfes erforderte regelmässiges Training und Geld für die teure Ausrüstung und überstieg die Kräfte der an die Landwirtschaft gebundenen Bauern. Die Ritter mussten von der landwirtschaftlichen Tätigkeit freigestellt sein, um dem Kriegerberuf nachgehen zu können. Das war zunächst den adeligen Grundherren möglich. Renaissance und Humanismus Renaissance bedeutet Wiedergeburt und meint die Wiederentdeckung der griechisch-römischen Antike als eines Ideals für Kunst, Literatur und Bildung gegenüber dem als barbarisch empfundenen Mittelalter. Ähnliche Bestrebungen hatte es bereits in weit geringerem Ausmass in der karolingischen Renaissance und in der Renaissance des 12. Jahrhunderts gegeben. Doch nun strahlte der mit ihr verbundene Geist auf Religion, Politik, Recht, Medizin und Naturwissenschaften aus. Die Wiederentdeckung antiker Autoren wie Plato und Cicero, aber auch Augustinus, die kritische Hinwendung zu den Quellen (ad fontes) charakterisiert diese Bewegung. Von den sieben Freien Künsten (Artes liberales) schätzten die Humanisten besonders die Rhetorik, den Schwerpunkt der Fächer des Triviums (Dialektik, Grammatik, Rhetorik). Imperialismus Bezeichnung für das Herrschaftsstreben mit dem Ziel, die Bevölkerung eines fremden Landes mit politischen, ökonomischen, kulturellen und ideologischen Mitteln zu beeinflussen, auszubeuten, abhängig zu machen und direkt oder indirekt zu beherrschen. Historisch wurde die Bezeichnung zuerst auf die Beherrschung von Absatz- und Kapitalmärkten angewandt, nach 1870 stand der Begriff Imperialismus in enger Verbindung mit dem Nationalismus für eine Politik der territorialen Expansion eines Staates. Industrialisierung - Industrielle Revolution Industrielle Revolution bezeichnet die Phase der Industrialisierung in Europa und Nordamerika, in der sich die Lebens- und Produktionsbedingungen der Menschen und ihre Lebensräume in einem bis dahin unbekannten Ausmass veränderten und die seit Menschengedenken agrarisch geprägte Gesellschaft sich in wenigen Jahrzehnten zur Industriegesellschaft wandelte. Das atemberaubende Tempo, mit dem sich diese Entwicklung vollzog, sowie die fundamentalen Auswirkungen auf alle Lebensbereiche haben dazu geführt, diesen Umwälzungsprozess als industrielle Revolution zu bezeichnen. Der Vorgang der Industrialisierung begann in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Grossbritannien. Als führende Seemacht der Welt verfügte das Inselreich über einen weit grösseren wirtschaftspolitischen Handlungsspielraum als die Staaten des Kontinents. Diesen Vorsprung gegenüber dem Festland galt es zu erhalten. Erster Weltkrieg (1914-18): Vorgeschichte und Kriegsausbruch Die seit dem Ende des 19.Jh. vergrösserten Spannungen zwischen den europäischen Mächteblöcken aufgrund des Imperialismus und der ausufernden nationalistischen Strömungen waren die wichtigsten Ursachen des Ersten Weltkriegs. Die deutsche Reichsgründung von 1871, gekoppelt mit rascher Industrialisierung, hatte das europäische Mächtegleichgewicht entscheidend verändert. Die Annexion Elsass-Lothringens durch das Deutsche Reich verhinderte eine Verständigung mit Frankreich. Der deutsch-österreichische Zweibund von 1879, 1882 um Italien zum Dreibund erweitert, rief als Gegenkoalition den französisch-russischen Zweiverband (1893/94) hervor, der durch ein System zweiseitiger Absprachen Grossbritanniens mit Frankreich (Entente cordiale, 1904) und Russland (1907) zur Tripelentente erweitert wurde. Entscheidend für die Wendung Grossbritanniens gegen Deutschland war v.a. der Bau einer deutschen Kriegsflotte, die dem deutschen Anspruch auf eine eigene Weltpolitik militärisch Nachdruck geben sollte. Zweiter Weltkrieg (1939-45): Vorgeschichte Die nach dem Ersten Weltkrieg geschaffene politische Ordnung Europas und Ostasiens, die auf dem ökonomischen und machtpolitischen Übergewicht der Siegermächte Grossbritannien, Frankreich und USA sowie der weitgehenden Isolierung der UdSSR beruhte, geriet mit Beginn der 1930er-Jahre als Folge der Weltwirtschaftskrise und der inneren Schwäche der westeuropäischen Führungsmächte in eine Krise und wurde dann durch die aggressive Expansionspolitik der drei revisionistischen Staaten Deutschland, Italien (Eroberung Äthiopiens 1935/36, Annexion Albaniens 1939) und Japan (Besetzung der Mandschurei 1931, ab 1937 Krieg gegen China) schwer erschüttert. Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs in Europa war die Folge der verbrecherischen und menschenverachtenden Politik des Nationalsozialismus in Deutschland. Hitler knüpfte dabei anfangs verbal an die bisherige deutsche Revisionspolitik an, unternahm jedoch bald auch einseitige Akte zur schrittweisen aussenpolitischen und militärischen Gleich- und Vormachtstellung Deutschlands. Neuzeit - Kalter Krieg: Sozialistische contra liberale Ordnung Im Kern ging es im Ost-West-Konflikt um einen einfachen Gegensatz: Die Erwartung der Durchsetzung einer sozialistischen Ordnung nach dem Vorbild der Sowjetunion stand gegen die Behauptung und Förderung einer liberalen Ordnung, die auf Privateigentum und dem Schutz individueller Freiheitsrechte beruhte. Mit dem gemeinsamen Sieg der Sowjetunion und der Westmächte im Zweiten Weltkrieg stand dieser Gegensatz im Zentrum der Weltpolitik. Mit dem Gegensatz von Kommunismus und liberaler Ordnung verwoben, wenn auch nicht identisch, waren ältere Gegensätze zwischen kapitalistischer Produktionsweise und sozialistischen Alternativentwürfen, zwischen dem Pluralismus westlicher Zivilisation und dem Zentralismus asiatischer Prägung, zwischen parlamentarischem Rechtsstaat und tendenziell totalitärem Mobilisierungsstaat. Gesellschaftlich spielte in vielen Schattierungen ein Konflikt zwischen tradierter Ordnung und den Emanzipationshoffnungen der Unterprivilegierten in den Konflikt hinein. Und mit den machtpolitischen Verschiebungen des Zweiten Weltkriegs kam dann noch ein globaler Mächtekonflikt hinzu: Das sowjetische Imperium stand gegen den Westen unter amerikanischer Führung, ein tendenziell weltweiter Wettlauf um Einflusssphären, Ressourcen und Durchsetzung der eigenen Ordnungsvorstellungen setzte ein. Digitales Zeitalter - Informationsgesellschaft Ökonomen und Soziologen belehren uns, dass wir in einer Zeit des Umbruchs leben. Wir müssen mit neuen Risiken (Bedrohung der Umwelt) zurecht kommen, und in der Wirtschaft zeichnen sich tief greifende Veränderungen ab. Die Industriegesellschaft ist zur Informationsgesellschaft geworden, in der neue Wirtschaftszweige entstanden sind, neue Kommunikationsformen und neue Verhaltensweisen. Multimedia (Wort des Jahres 1995) wurde insbesondere mit der Funkausstellung 1995 zum schillernden Modewort, das für Surfen durch Datennetze, Einkaufen am Bildschirm und digitales Fernsehen einschliesslich Pay-TV und Video-on-demand steht. In naher Zukunft soll der Empfang von mehreren Hundert Fernsehkanälen durch die Verbindung von Digitalisierung, Fortschritten in der Übertragungstechnik (Breitbandkabel, Satelliten) und vor allem Datenkompression ermöglicht werden. Digitalisierung, d.h. die Umsetzung von Informationen aller Art (Schrift, Bild, Ton) in eine Folge von binären Signalen, war bereits Voraussetzung für die Entwicklung des Computers und seines kleinen Bruders, des Taschenrechners, und bleibt bis heute Schlüsseltechnik für die gesamte Weiterentwicklung der Speicherung und Übertragung von Informationen. Links Islamische Kunst und Architektur Die erste Entwicklungsperiode der islamischen Keramik kann aus den Funden der Ausgrabungen in Samarra erschlossen werden. Aus China eingeführtes Porzellan rief in Bagdad das Interesse von abbasidischen Kunsthandwerkern hervor, die versuchten, das asiatische Porzellan mit einheimischem Ton zu imitieren. Die grüngelbe Tangkeramik wurde allerdings erfolgreich nachgebildet, und es gelang den abbasidischen Töpfern, eine Zinnglasur zu entwickeln. Einige dieser Keramiken wurden mit einer einfachen blauen Verzierung versehen, die meistens aus Inschriften bestand. Durch diese neue Ware soll die früheste, blauweisse Porzellanmalerei in China inspiriert worden sein. Bei dieser Technik wurde mit Metalllösungen auf ein bereits gebranntes Gefäss gemalt. Dieses wurde dann bei geringer Hitze nochmals gebrannt, wodurch ein glänzendes Metallmuster in Braun, in Grüntönen oder in Rot entstand, welches das Gefäss golden glänzend erscheinen liess. weiter... Kunst und Architektur der römischen Antike Die Kunst und Architektur der römischen Antike, nicht nur im engeren Sinn die offizielle repräsentative Kunst der Stadt Rom selbst, sondern des gesamten Römischen Reiches, das zur Zeit seiner höchsten Blüte den grössten Teil Europas und Kleinasiens umfasste. Im Verlauf ihrer Entwicklung integrierte sie verschiedene Einflüsse und Stilmerkmale der altitalischen, etruskischen (siehe etruskische Kultur) und griechischen Kunst. Nach dem Übertritt Kaiser Konstantins des Grossen zum Christentum und der Verlegung der Hauptstadt von Rom nach Konstantinopel (330 n. Chr.) wird sie in der Regel als spätantike Kunst bezeichnet. weiter... |
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