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Schweiz jubelt mit Schoch-Brüdern Wie erwartet wurde der Snowboard-Mittwoch in Bardonecchia zum Schweizer Feiertag. Die mit T-Shirts, Schals und Fahnen mit Weissem Kreuz auf rotem Grund ausgestatteten Fans hatten «Gold» bereits gerochen und waren hundertfach ins olympische Boarder-Revier gereist. Die Schweizer Schoch-Brüder enttäuschten ihre Landsleute dann nicht, Philipp (26) triumphierte vor Simon (27) und verteidigte damit seinen Titel von 2002 erfolgreich. «Ein grosser Tag für uns beide» Kurz vor dem Finale hatten die Brüder noch die Köpfe zusammengesteckt und einander «Viel Spass» gewünscht. «Das Finale gegen meinen Bruder war irrsinnig aufregend. Es ist ein grosser Tag für uns beide», erklärte Philipp. Und Simon meinte: «Ich bin total happy. Für mich ist mit der Olympia-Medaille ein Traum in Erfüllung gegangen.» In ihrer Jugend waren die Schochs übrigens Schwinger. «Schwingen ist eine Schweizer Form des Suomo-Ringens», erklärten die Brüder nach dem Rennen der Presse. Mangelnde Unterstützung Wäre es im Jänner 2004 ein klein wenig anders gelaufen, dann wären am Mittwoch die Vereinigten Arabischen Emirate zur neuen olympischen Snowboard-Macht geworden. Die Brüder Schoch hatten die mangelnde finanzielle Unterstützung durch den damaligen Snowboard-Verband und durch Swiss Olympic beklagt und einen Wechsel ins Ausland ins Auge gefasst. Die Schochs hatten bereits die nationalen Organisationen in Malta, Liechtenstein und Luxemburg sowie den Oman und die Vereinigten Arabischen Emirate angeschrieben. Doch diese Schmach blieb den Schweizern erspart, auf Grund von Verhandlungen mit den abwanderungswilligen Fahrern, finanziellem Entgegenkommen und der Integration von Swiss Snowboard in Swiss-Ski konnten die Schochs umgestimmt werden. «Einfach sensationell» Die Schochs wollten in der Quali am Vormittag unbedingt die beiden besten Zeiten fahren. Das gelang auch und damit stand fest, dass sie frühestens im Finale aufeinander treffen würden. Das Brüder-Finale war also eigentlich eine ausgemachte Sache. So berichtete auch Vater Walter: «Die beiden sprachen schon lange davon, dass sie das Finale gegeneinander fahren würden. Ich habe das auch gedacht, ich habe es vermutet, ich habe es erwartet. Aber dass es Tatsache wurde, ist einfach sensationell.» Der Papa gestand dann, dass er eigentlich Simon die Goldene ein wenig gegönnt hätte: «Philipp hatte schon eine Goldmedaille, und Simon stand bei vielen Gelegenheiten etwas im Schatten. Aber ich vermutete, dass Philipp es schafft.» http://kurier.at 22.02.2006 ![]() |