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UNESCO Welterbestätten in der Schweiz Monte San Giorgio - Naturwelterbe UNESCO Monte San Giorgio Der Monte San Giorgio ist ein Berg im Tessin in der Schweiz. Er ist 1097 m hoch und liegt eingeklemmt zwischen den südlichen Armen des Luganersees. Das Tessin (Ticino südschweizerischer Kanton zwischen St.-Gotthard-Massiv und dem Rand der Poebene, die italienische Schweiz, 2812 km&sop2;, 312'000 Einwohner, Hauptstadt Bellinzona. Der Kanton wird gegliedert in das Sopraceneri im Norden und, jenseits der Passschwelle des Monte Ceneri, in das Sottoceneri im Süden beiderseits des Luganer Sees. Luganer See (italienisch Lago di Lugano, Cerèsio) verzweigter grosser Alpensee, in den Luganer Alpen; 49 km2, 35 km lang, bis 288 m tief; grösstenteils auf schweizerischem Gebiet, zum Kanton Tessin gehörig; durch die 13 km lange Tresa Abfluss zum Lago Maggiore. Bei Melide überqueren St.-Gotthard-Bahn und Fahrstrasse auf einem Damm den See. Kurorte und Seebäder sind: Lugano, Gandria, Melide, Bissone, Porlezza, Campione u. a. www.wissen.de Monte San Giorgio - Naturwelterbe UNESCO Der Monte San Giorgio liegt zwischen den südlichen Ausläufern (Porto Ceresio und Riva San Vitale) des Luganersees. Er ist 1'097 Meter hoch und von seinem Gipfel aus geniesst man einen prachtvollen Ausblick. Keine andere Berglandschaft der Schweiz birgt eine grössere Vielfalt an gut konservierten Fossilien. Vor 200 Millionen Jahren befand sich hier im sogenannten Trias ein rund 100 Meter tiefes Meeresbecken, das sich unter subtropischen Klimabedingungen entwickelt hatte. In den Schichten des Berges sind Tausende versteinerter Fossilien erhalten geblieben: Fische, wirbellose Tiere (darunter manche seltene Insektenarten) und Kriechtiere (meistens Meereskriechtiere, darunter einige Exemplare mit einer Länge von bis zu sechs Metern). Im Fossilienmuseum von Meride kann man einige der bedeutendsten Funde bewundern. Für historisch Interessierte faszinierend ist der Aufstieg zum Poncione d’Arzo. Nachdem man die Spitze auf 1'015 Metern erreicht hat (in zweieinhalb Stunden von Arzo bzw. in einer Stunde und vierzig Minuten von Crocifisso) findet man im italienischen Hoheitsgebiet die Befestigungsbauwerke, die von den Alpini während des ersten Weltkrieges auf dem Monte Orsa errichtet wurden. Monte San Giorgio Die Region zeichnet sich insbesondere durch ihre geologischen Schätze und Fossilien aus. So wurden ab dem 19. Jahrhundert Tausende von Skeletten von Meeressauriern und Fischen entdeckt, unter denen sich äusserst seltene oder gar einmalige Arten befanden. Die Aufnahme in das UNESCO-Welterbe dürfte diesen aussergewöhnlichen Standort besser bekannt machen und ihn aufwerten. Er befindet sich in der Gesellschaft von so berühmten Naturschönheiten wie dem Grand Canyon, dem Kilimandscharo oder der fossilen Fundstätte Messel in Süddeutschland. Der Monte San Giorgio (1096 Meter) erhebt sich am Seeufer gegenüber von Lugano. Die geschütze Zone umfasst achtzig Prozent des Gebietes, das im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung festgehalten ist. Dazu gehören sämtliche fossilen Formationen aus dem Erdzeitalter Trias, das 230 bis 240 Millionen Jahre zurückliegt. Diese bituminösen Felsen wurden in den letzten Jahrhunderten industriell genutzt und ab Mitte des 19. Jahrhunderts wissenschaftlich erforscht. Heute sind sie für ihre geologischen und paläontologischen Reichtümer berühmt. Diese Schichten enthalten sehr viele Fossilien von Meeressauriern (20 Arten) und Fischen (50 Arten). So wurden der Ceresiosaurus, der Mixosaurus und der Ticinosuchus entdeckt. Letzterer war als Vorgänger der Krokodile das einzige grosse Reptil auf dem Land. Kürzlich entdeckten italienische Forscher auf dem Monte San Giorgio auch weltweit einzigartige Fossilien von Fischen und Insekten. Forschung Forschungen am Monte San Giorgio betreiben seit über 150 Jahren vor allem die paläontologischen Institute der Universitäten Zürich und Mailand. Ausgrabungen werden vom Kanton Tessin nur zu wissenschaftlichen Zwecken bewilligt. Obwohl der Fossilreichtum des Monte San Giorgio seit langem weltweit bekannt ist, konzentrieren sich die Funde auf die paläontologischen Museen in Zürich, Lugano und Mailand. Einige Objekte werden auch im Museo dei Fossili in Meride gezeigt. Nebst reichen und gut erhaltenen Fossilfunden bietet der Monte San Giorgio auch andere Naturwerte. So wurden dort über 550 Pilzarten nachgewiesen sowie drei Arten von Spinnen entdeckt und erstmals wissenschaftlich beschrieben; hinzu kommt eine reichhaltige insubrische Flora (z. B. Magerwiesen). Da sich die fossilführenden Schichten des Monte San Giorgio bis auf italienischen Boden erstrecken, wurden bereits Schritte eingeleitet, um dieses Gebiet in ein grenzüberschreitendes Welterbeobjekt einzubeziehen. ![]() ![]() |