Französische Republik Kennzeichen: F Fläche: 543'965 km² Einwohner: 60,5 Mio. Hauptstadt: Paris Zeitzone: MEZ Sprache: Französisch Nationalfeiertag: 14.7. Währung: 1 Euro = 100 Cent
|
Frankreich: Der beneidete Nachbar Frankreich wird von vielen Deutschen beneidet: Manche beneiden es um Paris, andere um die kämpferische Einstellung der französischen Arbeiter, Angestellten, Rentner und Jugendlichen, die sich gegen die Zumutungen von Staat und Wirtschaft wehren. DFB-Präsident Meyer-Vorfelder beneidet Frankreich um seine koloniale Vergangenheit. Nachdem die französische Nationalmannschaft die WM 1998 gewonnen hatte, fand Meyer-Vorfelder das ein bisschen ungerecht: «Es soll nicht chauvinistisch klingen, aber hätten wir 1918 die deutschen Kolonien nicht verloren, hätten wir heute in der Nationalmannschaft wahrscheinlich auch nur Spieler aus Deutsch-Südwest.» Frankreich etablierte sich mit der Revolution von 1789 als eine Willensnation. Franzose ist nach der Verfassung, wer die französische Staatsbürgerschaft besitzt. Um die französische Staatsbürgerschaft zu bekommen, sollten Herkunft oder (Mutter-)Sprache keine Rolle spielen. Deshalb war Frankreich schon im 19. Jahrhundert ein Einwanderungsland. Aber auch in Frankreich gibt es Leute, die ein dumpfes Nationalgefühl pflegen. Zurzeit schiesst sich die französische Rechte vor allem auf die zweite Generation der maghrebinischen (nordafrikanischen) Einwanderer ein, der sie mangelndes Bemühen um eine echte Integration vorwirft. Doch der Wille zur Integration allein reicht keineswegs aus, solange noch die Kinder der Einwanderer trotz französischer Staatsbürgerschaft als «immigrés» diskriminiert werden. Wirtschaft Die französische Wirtschaft ist - anders als die deutsche - immer noch weitgehend staatlich kontrolliert. Trotz aller Privatisierungen in den letzten Jahren befinden sich Schlüsselindustrien weiterhin unter staatlicher Kontrolle. Das gilt vor allem für die Atomwirtschaft, die mit 18 Kernkraftstandorten fast 80 Prozent des französischen Strombedarfs produziert. Deutschland ist nicht nur ein wichtiger Kunde für französischen Atomstrom. Es nutzt auch die französischen Wiederaufarbeitungsanlagen, um das Problem des hauseigenen Atommülls in die Zukunft zu verschieben. Staatliche Wirtschaftspläne verwandelten das landwirtschaftlich geprägte Land nach dem Zweiten Weltkrieg in einen modernen Industriestaat, aber innerhalb der EU ist Frankreich auch heute noch der grösste Exporteur landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Natur und Umwelt In Frankreich sind alle Formen von Landschaften anzutreffen, von Hoch- über Mittelgebirge, fruchtbaren Ebenen bis hin zu Küstenlandschaften. Die höchste Erhebung ist der Montblanc in den französischen Alpen mit 4.808 Metern, der Tiefstpunkt liegt im Delta der Rhône mit zwei Metern unter NN (Normal Null). Auch heute noch ist Frankreich in der EU das Land mit dem grössten Anteil an landwirtschaftlich genutzten Flächen. 56 Prozent der Fläche Frankreichs werden landwirtschaftlich genutzt. 7,8 Prozent sind Naturschutzgebiete. Überdüngung durch die Landwirtschaft und die Abwässer der grossen Städte beeinträchtigen bereits grosse Teile der Süsswasserreserven. Ausgerechnet bei der Trinkwasserversorgung verzichtet der französische Staat auf seine Kontrollinstrumente: Zwei grosse Wasser-Konzerne teilen sich den privaten Wassermarkt im grössten Teil Frankreichs und sind auch überall auf der Welt zur Stelle, wo die öffentliche Trinkwasserversorgung in eine private umgewandelt werden soll. Menschenrechte und Korruption Die Franzosen fühlen sich als Erfinder der Menschenrechte. Inzwischen müssen sie sich aber vorhalten lassen, dass sie nicht nur in ihrer Kolonialgeschichte Folter und Mord angewendet haben, um die Machtverhältnisse zu stabilisieren. Die Fremdenlegion wurde aufgebaut, um in den Kolonien die mörderischen Dreckarbeiten zu erledigen. Auch die französischen Geheimdienste werden im Ausland eingesetzt, um Probleme zur Not gewaltsam zu 'lösen'. Am 10. Juli 1985 verübten Agenten des französischen Geheimdienstes einen Sprengstoffanschlag auf das Greenpeace-Schiff Rainbow Warrior. Sie sollten im Auftrag der französischen Regierung die Protestfahrt gegen französische Atomwaffenversuche auf der Südseeinsel Moruroa verhindern. Bei diesem Anschlag wurde der Greenpeace-Fotograf Fernando Pereira getötet. Besonderheiten In Frankreich gibt es eine Front zur Befreiung der Gartenzwerge. Sie ist vor allem in der Normandie aktiv und entfernt Gartenzwerge aus Vorgärten, wobei sie Abschiedsbriefe an Mama und Papa hinterlässt. Greenpeace Harald Mörking/ Sigrid Totz 19.06.2006 Kader WM 2006
Abwehrspieler: Mittelfeldspieler: Stürmer:
|
Home Torschützen Spieler Angola Argentinien Australien Brasilien Costa Rica Deutschland Ecuador Efenbeinküste England Frankreich Ghana Iran Italien Japan Korea Kroatien Mexiko Niederlande Paraguay Polen Portugal Saudiarabien Schweden Schweiz Serbien & Montenegro Spanien Togo Trinidad & Tobago Tschechien Tunesien Ukraine USA |