Französische Republik Kennzeichen: F Fläche: 543'965 km² Einwohner: 60,5 Mio. Hauptstadt: Paris Zeitzone: MEZ Sprache: Französisch Nationalfeiertag: 14.7. Währung: 1 Euro = 100 Cent
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Italiener stellen Ehre wieder her Mitten im Wettskandal hat die italienische Nationalmannschaft ihren Fans Hoffnung auf sauberen Fussball und eine erfolgreiche WM gemacht. Der Sieg über Ghana war aber auch für die Spieler eine Erlösung. Als Italiens Fussball-Star Francesco Totti seinen trauernden Vereinskollegen vom AS Rom, Sammy Kuffour, in die Arme schloss, war die Welt wieder in Ordnung. Der 29 Jahre alte Totti gefiel sich in der Rolle des Trösters, dessen anteilsvoller Blick über die Stadionleinwände und via Fernsehen in Millionen Wohnzimmer flimmerte. Der Star und seine Italiener hatten das erste WM-Spiel am Montagabend in Hannover mit 2:0 gewonnen und drei wichtige Punkte in der Gruppe E eingefahren. Ghana ging leer aus. Für die Italiener war der Sieg weit mehr als nur ein gelungener Auftakt in die Weltmeisterschaft, das war spätestens beim zweiten Treffer durch Vincenzo Iaquinta in der 83. Minute klar. Die gesamte Mannschaft stürmte auf den Udineser zu und begrub ihn küssend und tätschelnd unter sich, nachdem der einen Rückpass von Kuffour zum 2:0 ausgenutzt hatte. «Wenn wir dieses Spiel verloren hätte, wäre es extrem schwer geworden», gestand Trainer Marcello Lippi später ein. Skandal nimmt Spieler mit Zwei schwere Wochen liegen hinter der Mannschaft. Mehr als nur das harte Training in Genf und Duisburg hat die Italiener der Manipulationsskandal in der Heimat mitgenommen. Luciano Moggi, dem Manager von Juventus Turin, wird vorgeworfen, jahrelang Spiele manipuliert zu haben. Italiens Star-Schiedsrichter Pierluigi Collina hatte in der Sache aussagen müssen. Selbst gegen Nationalcoach Lippi wird ermittelt. Kurz vor dem Spiel hatte Alessandro del Piero erzählt, dass er im WM-Quartier in Duisburg erstmals seit Tagen wieder den Fernseher eingeschaltet hatte. In Turin hatte er die stündlich einlaufenden neuen Meldungen zum Skandal nicht mehr ertragen können. Am meisten leiden aber die Fans, die das Vertrauen in ihre Serie A verloren haben. Nur eine erfolgreiche WM kann die Wunde heilen, nach dem so wichtigen ersten Sieg über die Afrikaner atmete eine ganze Nation auf. Verteidiger Cristian Zaccardo fand stellvertretend für alle die passenden Worte: «Für mich ist das alles wie ein Märchen, was hier abläuft.» Italiener gehen auf Fans zu In Hannover jubelten 43.000 Menschen, drei Viertel davon italienische Anhänger, den Stars um Totti, Luca Toni und Gianluigi Buffon zu. Hernach wurden Spieler und Trainer nicht müde, zu erwähnen, wie wichtig die Kulisse für sie war. «Das Publikum war fantastisch. Es ist überwältigend, so viel Leidenschaft zu sehen, zu hören und zu spüren», lobte Totti. «Die Mannschaft wird Italien Ehre machen», versprach Lippi. Ein harter Kampf war die Begegnung mit Ghana allemal. Nachdem eine Stunde vor dem Anpfiff Gruppengegner Tschechien die USA mit 3:0 besiegt hatte, wollte auch Italien drei Punkte. Für das Führungstor sorgte fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff Mittelfeldspieler Andrea Pirlo. Der Leistungsträger des AC Mailand traf mit einem verdeckten Schuss aus 20 Metern Entfernung, wobei Ghanas Torhüter Kingston keine Abwehrmöglichkeit hatte. Zuvor hatten die Italiener etliche Chancen verstreichen lassen. Der Florentiner Luca Toni musst sich mit einem Lattentreffer begnügen. Dujkovic gibt noch nicht auf Auf der anderen Seite liessen die Ghanaer um Mittelfeldregisseur Stephen Appiah von Fenerbahce Istanbul es an Torgefahr vermissen. Trainer Ratomir Dujkovic konnte ein starkes Mittelfeld aufbieten, die Angreifer aber kamen einfach nicht zum Abschluss. Sein Gegenüber Lippi analysierte nach dem Spiel: «Die ghanaischen Stürmer sind schnell, aber ihnen fehlt die Cleverness europäischer Torjäger.» Das weiss auch Dujkovic, der ankündigte, dass im nächsten Gruppenspiel gegen Tschechien eben alle Spieler versuchen müssten, zu treffen. «Ich glaube immer noch, dass wir die Gruppenphase überstehen werden», sagte der Serbe. Doch während Dujkovic bis auf ein hehres Ziel nichts Zählbares vorzuweisen hat, dürfen die Italiener tatsächlich träumen. «Das Spiel heute Abend war wie ein Traum mit offenen Augen - besser noch: es war ein Traum, der Realität geworden ist», sagte Zaccardo. www.netzeitung.de Dorothea Jantschker 13.06.2006 Italien: Grün ist der Rasen, weiss der Ball und rot die Leidenschaft... Mamma mia - Fussball ist doch ein Teamsport! Nicht so in den italienischen Familien: Das Single-Phänomen hat auch die Appennin-Halbinsel erfasst. Der Typ italienische Grossfamilie, in der Nachkriegszeit noch mit durchschnittlichen 4,2 Mitgliedern gesegnet, ist heute auf 2,6 Mitglieder gesunken - Single-Haushalte haben überproportional zugelegt. Alleine zwischen 1995 und 2000 waren es 700.000 neue Haushalte diesen Typs. Einwanderer (legale und gut ausgebildete) sind deshalb in Italien als Gegentrend willkommen, wenngleich der Anteil der Ausländer mit weniger als zwei Prozent noch immer gering ist. Die Mehrheitsbevölkerung stellen Italiener - naturalmente! -, daneben gibt es deutschsprachige Minderheiten, hauptsächlich in Tirol, französischsprachige im Aostatal und slowenische im Friaul. Wirtschaft Zunächst sollen die offensichtlichen Schwächen im Spiel der Italiener behoben werden: Die Volkswirtschaft muss auf Vordermann gebracht werden. Zwar ist die Arbeitslosenquote seit 1999 kontinuierlich auf knapp acht Prozent (2005) gesunken, doch die Aussenwirtschaft hinkt hinterher und eine hohe Verschuldung ist der Schuh, der das Land drückt. Wichtigste Exportgüter sind Maschinenbauerzeugnisse, Textilien, Bekleidung, Möbel und Lederwaren; liebster Handel-Spielpartner ist Deutschland. Mit dem Trainerwechsel an der Regierungsspitze erfolgt auch eine neue aussenpolitische Aufstellung - die nebenbei auch den Haushalt entlastet: Bereits in diesem Monat soll das im Irak stationierte Truppenkontingent von 2.700 auf 1.600 Mann reduziert werden. Die Teilnahme am Krieg - unter Berlusconi - wurde von Prodi kürzlich als «Irrtum» bezeichnet. Natur und Umwelt Italien steht auf einem der vorderen Tabellenplätze in der Europäischen Biodiversitäts-Liga. Doch die Artenvielfalt ist bedroht: Neben den üblichen Lebensraumzerstörungen und zunehmenden Umweltbelastungen sind es Jagd und Vogelfang, vor denen viele der in Italien beheimateten Tierarten geschützt werden müssen. Leider auch in den 20 Nationalparks Italiens (fünf Prozent der Landesfläche). Insgesamt sind knapp acht Prozent der Apenninhalbinsel als Naturschutzfläche ausgewiesen. Im offiziellen Meeresschutz sind die Italiener recht aktiv. Mit seinen 28 Meeres- und Küstenschutzgebieten belegt das Land einen guten 16. Platz im internationalen Ranking. Das heisst jedoch nicht, das anderenorts nicht geplündert wird: z.B. vor den Küsten Afrikas. Die eigenen Gewässer wurden bis 2001 mit der grössten Treibnetzflotte im Mittelmeer ausgeräubert. Schwertfisch steht eben ganz oben auf Italiens Speisekarten. Apropos Essen: Für Chemie im Essen gab es von Greenpeace im letzten Sommer noch gelbe und rote Karten; teilweise stark pestizidbelastetes Obst bei Lidl und Co. kamen zum grossen Teil aus Bella Italia. Dem gegenüber steht, dass das Land mit fast sieben Prozent ökologisch bewirtschafteter Fläche (gemessen an seiner landwirtschaftlichen Nutzfläche) EU-Vizemeister ist. Einen Negativrekord verbucht die industrielle Luftverschmutzung: Mailand führte in den letzten Jahren neben Athen und Barcelona die Luftverpestungsliga der europäischen Grossstädte an. Weitere italienische Umweltthemen bleiben auch für die neue Regierungsmannschaft die problematische Abwässer- und Abfallentsorgung sowie Gewässerverschmutzungen (Küste und Flüsse) durch Industrie und Landwirtschaft. 2002 hat Italien das Kyoto-Protokoll ratifiziert und sich bis 2012 eine Klimagasreduktionspflicht von 6,5 Prozent aufgeschultert - bislang ist die italienische Mannschaft aber von diesem Ziel noch weit entfernt. Menschenrechte und Korruption Problematisch bleibt laut Amnesty International der Umgang Italiens mit illegalen Einwanderern und Asylsuchenden. Bislang fehlt in Italien ein spezifisches, den internationalen Standards entsprechendes Asylgesetz, das die Grundrechte von schutzsuchenden Menschen in Italien gewährt. Viele Asylsuchende, die wie aktuell aus Afrika und dem Nahen Osten über den Seeweg nach Italien zu gelangen versuchen, werden ohne Prüfung eines möglichen Schutzbedarfes wieder in ihre Herkunfstländer abgeschoben. - Ein Feld, auf dem die neue Mitte-Links-Regierung unter Romano Prodi noch ein paar zusätzliche Trainingsstunden einlegen muss. Seit kurzem erschüttert ein scandalo die Fussballnation jenseits der Alpen: Selbst ehrwürdige Azzurri (Traditionsvereine) wie AC Mailand, Juventus Turin oder Lazio Rom sollen in die geheimen Spiel-Absprachen verwickelt sein - ein Schock für die Millionen Tifosi (italienischen Fussballfans)! Heilig ist dem europäischen Kulturweltmeister (in keinem anderen Land der Welt hat die UNESCO so viele Kultur- und Naturstätten als Welterbe deklariert) eben nicht einmal der Rasen - Korruption gehört zur Serie A der innenpolitischen Themen Italiens. Dabei liegt die Repubblica Italia im Korruptionsländervergleich (Transparency International) noch auf einem verhälnismässig «guten» 50. Platz - in den Reihen der EU-Länder erscheint das jedoch eher als korruptionsanfällig. Besonderheiten Noch zwei italienische Spitzenpositionen: Nirgends fliesst so viel Wein, wie in Italien. Und auf der ganzen Welt gibt es kein anderes Land, das so viele katholische Priester beherbergt. Ungeklärt ist, ob es da einen Zusammenhang gibt ... Greenpeace Simone Wiepking/ Michael Richter 13.06.2006 Kader WM 2006
Abwehrspieler: Mittelfeldspieler: Stürmer
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